Russische Truppenbewegungen belasten ukrainische Frontlinien
In einem erneuten Strategiewechsel scheint Russland seine militärische Präsenz in der Ukraine weiter zu verstärken, indem es monatlich 9.000 zusätzliche Soldaten in das Krisengebiet entsendet. Diese Zahlen brachte der ukrainische Oberbefehlshaber Olexij Syrskyj an die Öffentlichkeit und betonte damit Russlands anhaltende Mobilisierung in der Region. Bis zum Jahresende strebt die russische Armeeführung nach Syrskyjs Angaben die Bildung von zehn neuen Divisionen an. Um der wachsenden Bedrohung entgegenzutreten, sieht sich die Ukraine gezwungen, ihre eigenen Streitkräfte durch intensivierte Mobilisierungs- und Ausbildungsoffensiven zu stärken. Besonders im Osten der Ukraine, vor allem an den Frontabschnitten bei Pokrowsk, Dobropillja und in der Nähe von Nowopawliwka, spitzt sich die Lage weiter zu. Syrskyj beziffert die russischen Verluste im Juli auf mehr als 33.000 Soldaten, was die Schwere der Konflikte in diesen Gebieten unterstreicht. Aktuelle Militärbeobachtungen zeigen, dass Russland in den letzten Tagen signifikante Gebietsgewinne nahe Pokrowsk und Myrnohrad verzeichnen konnte. Die verbleibenden ukrainischen Kräfte stehen vor der Gefahr einer Einkesselung, da der strategische Korridor zum Hinterland mittlerweile auf nur noch 15 Kilometer geschrumpft ist. Auch die Lage rund um Kostjantyniwka verschlechtert sich weiter. Die Ukraine verteidigt sich bereits seit über drei Jahren gegen die russische Invasion, wobei die andauernden Truppenbewegungen und Verluste immer neue Herausforderungen darstellen.

