Russische Aggression auf Kiew: Opferzahl steigt dramatisch
Der jüngste Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hinterlässt erneut eine Spur der Verwüstung. In den frühen Morgenstunden des Donnerstags kam es zu einem schweren Angriff auf Kiew, bei dem die Einsatzkräfte nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj 31 Todesopfer zu beklagen hatten. Besonders tragisch ist, dass unter den Opfern fünf minderjährige Kinder gefunden wurden, darunter ein Zweijähriger. Die zunächst gemeldete Anzahl von 16 Opfern wurde deutlich überschritten. Insgesamt erlitten 159 Personen Verletzungen.
Präsident Selenskyj wandte sich mit einem eindringlichen Appell an die internationale Gemeinschaft und betonte die Notwendigkeit, den Druck auf Moskau zu erhöhen und weitere Sanktionen zu verhängen. Er erklärte, dass Russland allein im Monat Juli tausende von Gleitbomben, Kampfdrohnen iranischer Bauart und Hunderte von Raketen gegen die Ukraine eingesetzt habe. Nur durch kollektive Anstrengungen von Amerika, Europa und anderen globalen Akteuren könne diese Gewaltspirale gestoppt werden.
In der Nacht zum Freitag führte Russland seine Angriffe fort. In der Region Saporischschja berichtete Militärgouverneur Iwan Fedorow von einem tödlichen Vorfall, bei dem ein 63-jähriger Mann ums Leben kam. Mehrere Verletzte und erheblicher Sachschaden wurden gemeldet, auch in der Region Dnipropetrowsk, wo ein vierjähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen unter den Verletzten waren.
Wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte, wurden bei den nächtlichen Angriffen insgesamt 72 Drohnen gesichtet, von denen ein Teil als Köder zur Überlastung der Flugabwehr dienten. Neben den abgefangenen Drohnen registrierte man 28 Einschläge an verschiedenen Orten, darunter stressgeplagte Regionen wie Charkiw, Donezk, Dnipropetrowsk und Kiew.

