Ruhiges Fahrwasser für US-Staatsanleihen – Notenbank im politischen Kreuzfeuer
Die Kurse von US-Staatsanleihen blieben am Dienstag weitestgehend stabil. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, der sogenannte T-Note-Future, stagnierte bei 111,81 Punkten, während die Rendite für diese Papiere bei 4,22 Prozent verharrte. Trotz der ruhigen Kurslage rückte der andauernde politische Konflikt um die Unabhängigkeit der US-Notenbank in den Fokus der Finanzmärkte.
Die jüngste Eskalation des Konflikts zeichnet sich durch rechtliche Schritte gegen den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, ab, dessen Amtszeit im Mai endet. Die aggressive Rhetorik von Ex-Präsident Donald Trump und seine Forderungen nach einer Senkung der Leitzinsen sorgen für Nervosität an den Märkten. Diese Unsicherheiten lassen die Preise für Gold und Silber auf Rekordhöhen klettern und setzen den US-Dollar unter Druck. Seltsamerweise zeigen sich die US-Staatsanleihen jedoch unbeeindruckt von der allgemeinen Marktverunsicherung.
Ein weiterer Einflussfaktor sind schwache Wirtschaftsdaten aus den USA, die den Anleihemarkt ebenfalls wenig in Bewegung setzten. Das vom Conference Board erfasste Verbrauchervertrauen ist im Januar auf seinen tiefsten Stand seit 2014 gefallen, was vor allem auf pessimistischen Aussichten hinsichtlich der Inflationsentwicklung basiert. Das Stimmungsbild unter den Verbrauchern trübt sich zusehends, und die Einschätzungen zur wirtschaftlichen Lage sowie zu den Erwartungen verschlechtern sich merklich.

