Ruhiges Fahrwasser an den Anleihemärkten: Zaghafte Kursgewinne und politische Weichenstellungen
Die Kurse der deutschen Bundesanleihen haben sich am Mittwoch im Aufwind gezeigt. Der Euro-Bund-Future, ein entscheidender Maßstab für den Markt, legte um 0,08 Prozent auf 129,87 Punkte zu. Gleichzeitig sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen leicht auf 2,59 Prozent.
Die Märkte in den USA wurden durch eine klare Botschaft von Fed-Chef Jerome Powell beeinflusst, der die Grundlagen für eine mögliche Leitzinssenkung gegen Ende Oktober legt. Powell betonte die zunehmenden Risiken für den Arbeitsmarkt und ließ durchblicken, dass der Bilanzabbau der Fed in den kommenden Monaten pausieren könnte. Der Einfluss auf die deutschen Anleihemärkte blieb hierbei jedoch überschaubar.
In Frankreich hingegen sanken die Anleiherenditen weiter, während sich die politische Bühne in Aufruhr befindet. Die Sozialisten stärken Premier Sébastien Lecornu den Rücken, um ein Misstrauensvotum gegen die Regierung zu verhindern, wie der Fraktionschef Boris Vallaud in der Nationalversammlung erklärte.
Im weiteren Verlauf des Tages richtet sich die Aufmerksamkeit auf Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone sowie den Empire-State-Index in den USA. Beide Ereignisse werden jedoch keine erheblichen Marktbewegungen erwarten lassen. Die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten wurde auf den 24. Oktober verschoben, da die teilweise Schließung der Bundesbehörden andauert.

