Ruhegehalt der Pensionäre im öffentlichen Dienst: Stabilität trotz steigender Zahlen
Im öffentlichen Dienst erreicht nur ein Fünftel der Beschäftigten die gesetzliche Altersgrenze, bevor sie in den Ruhestand gehen. Die aktuelle Analyse des Statistischen Bundesamts zeigt, dass die 1,4 Millionen Pensionäre zu Beginn des Jahres 2024 ein durchschnittliches Monatsruhestandsgeld von 3.240 Euro brutto beziehen. Diese Zahlen blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.
Zu Beginn des Jahres zählten die Statistiker genau 1.406.100 Pensionäre gemäß dem deutschen Beamten- und Soldatenversorgungsrecht. Damit lag die Zahl um 0,8 Prozent höher als noch im Vorjahr, während das durchschnittliche Ruhegehalt konstant gehalten werden konnte.
Die staatlichen Ausgaben für die Pensionszahlungen an ehemalige Staatsbedienstete erreichten im Jahr 2023 insgesamt 54,8 Milliarden Euro. Zusammen mit den Kosten für die Hinterbliebenenversorgung in Höhe von 8,6 Milliarden Euro macht dies etwa 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 lagen die entsprechenden Ausgaben bei 53,4 Milliarden Euro plus 8,4 Milliarden Euro.
Die Tatsache, dass nur 20 Prozent der Neupensionierten die gesetzliche Regelaltersgrenze erreichen, ist bemerkenswert. Ein Großteil, nämlich 59 Prozent, verabschiedete sich vorzeitig aus dem Berufsleben oder profitierte von Sonderregelungen, wie sie beispielsweise für Berufssoldaten bestehen. Zudem wurden 18 Prozent der Pensionierungen durch Dienstunfähigkeit veranlasst. Die verbleibenden Prozent entfallen auf Vorruhestandsregelungen oder andere Gründe.
Ein bemerkenswerter Rückgang zeichnet sich im Schuldienst ab, wo etwa ein Drittel der Pensionäre tätig war. Ehemalige Angestellte von Bahn und Post bilden die zweitgrößte Gruppe. Nachdem sich die Zahl der Pensionäre im Schuldienst zwischen 2000 und 2020 deutlich erhöht hatte, verlangsamt sich dieser Trend nun merklich. Die Statistiker führten den Anstieg auf die Pensionierung zahlreicher Lehrerinnen und Lehrer zurück, die in den 1960er- und 1970er-Jahren eingestellt wurden. Die stärksten Einstellungsjahrgänge sind bereits im Ruhestand, sodass im Jahr 2023 nur noch 14.800 Neupensionierungen im Schuldienst verzeichnet wurden.

