Rückzug in Sicht: Morgan Stanley rät zur Vorsicht bei Small- und Mid-Caps
Die Börsenwelt erlebt derzeit einen bemerkenswerten Sommeraufschwung, der von Schwergewichten bis hin zu Schnäppchen und Meme-Aktien reicht. Dieser Aufwärtstrend ruft jedoch gemischte Gefühle bei einigen Marktkennern hervor. Lisa Shalett, Chief Investment Officer der Vermögensverwaltung von Morgan Stanley, rät Anlegern nun, vorsichtig zu agieren und Gewinne mitzunehmen.
Insbesondere Small- und Mid-Cap-Unternehmen haben in den letzten Monaten deutlich zugelegt. Der Russell 2000 Index verzeichnete einen Anstieg von 15 % in den letzten sechs Monaten, womit er den S&P 500, der um 13 % zulegte, übertraf.
Trotz dieser beeindruckenden Entwicklungen sieht Morgan Stanleys Globales Investmentkomitee das Ende dieses Höhenflugs voraus und empfiehlt, insbesondere in den Sektoren Small Caps, unprofitable Tech-Firmen und populäre Meme-Aktien, Positionen zu überdenken. Shalett merkt an, dass viele Hedgefonds bereits den Rückzug angetreten haben und Anleger es ihnen nachtun sollten.
Aus ihrer Sicht dürfte das Marktmomentum kurzfristig anhalten, doch das kommende Jahr könnte besonders für Small-Caps deutlich schwieriger werden. Shalett äußert Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen, vor allem im Bereich der generativen KI.
Die in der Luft liegende Zinssenkung der US-Notenbank, welche die Aktienmärkte zuletzt stimuliert hat, wird Shaletts Ansicht nach nicht ausreichen, um insbesondere kleineren Aktiengesellschaften nachhaltig Auftrieb zu verleihen.
Die Empfehlung, Abstand von Meme-Aktien zu nehmen, fußt auf ähnlichen Argumenten. Viele dieser Firmen gehören zur Kategorie der Small- und Mid-Caps, wodurch sie besonders anfällig für konjunkturelle Schwankungen sind.

