Rückzug der US-Regierung: Konsolidierung im Bereich der erneuerbaren Energien steigt
Der abrupte Strategiewechsel der US-Regierung unter Präsident Donald Trump führt zu einer Welle von Fusionen und Verkäufen kleinerer Unternehmen im Bereich der Sonnen- und Windenergie, die um ihr Überleben kämpfen. Das im One Big Beautiful Bill Act (OBBBA) verankerte Energieprogramm konzentriert sich verstärkt auf fossile Brennstoffe und Nuklearenergie, was die bisherige Unterstützung für grüne Projekte drastisch reduziert.
Zurückgehende steuerliche Anreize und die Abschaffung von Investitionssteuergutschriften erschweren die Lage. Laut Greg Felton, CEO der in Connecticut ansässigen Altus Power, könnte dies zu einer größeren Marktbereinigung führen.
Der Markt für saubere Energie erlebte einen Aufschwung von 63 Deals mit einem Gesamtvolumen von rund 34 Milliarden US-Dollar in der ersten Hälfte des Jahres 2025. Die Streichung von Fördermitteln, im Rahmen des Inflation Reduction Acts, stellt für viele Unternehmen eine erhebliche Bedrohung dar. Dies wurde nach der Annullierung von 13 Milliarden US-Dollar für grüne Projekte durch das US-Energieministerium weiter verstärkt.
Mögliche Fusionen und Übernahmen könnten die Erschütterungen im Sektor mildern. Private-Equity-Firmen und Versorgungsunternehmen zeigen bereits Interesse an rentablem Geschäftspotenzial. Beispielsweise übernahm CBRE Investment Management kürzlich ClearGen, einen Entwickler im Bereich erneuerbare Energien. Agilitas Energy ist ebenfalls auf der Käuferseite aktiv und plant weitere Übernahmen in diesem Jahr. Laut CEO Barrett Bilotta bieten aktuelle Marktbedingungen Chancen, besonders für Unternehmen mit soliden Bilanzen und hohem Risikobewusstsein.

