Rückversicherer unter Druck: Preiskampf belastet Aktien

Die Aktien der bedeutenden Rückversicherer Munich Re und Swiss Re mussten zu Beginn der Woche Einbußen hinnehmen. Grund hierfür ist ein wachsender Preisdruck, der sich bei der anstehenden Januar-Vertragserneuerungsrunde abzeichnet, in deren Rahmen die Versicherungsverträge neu verhandelt werden. Der DAX-Titel Munich Re verzeichnete einen Rückgang von 1,2 Prozent auf 534,00 Euro, ebenso sank Hannover Rück um mehr als ein Prozent. Im SMI fiel der Kurs von Swiss Re sogar um 3,5 Prozent auf 128,20 Franken.
Experten wie die Analysten Michael Christodoulou und Michael Huttner von Berenberg betonen, dass die bevorstehende Vertragserneuerung zum 1. Januar 2026 nach einer äußerst gewinnträchtigen Periode von 2023 bis 2025 eine Abschwächung des bisherigen harten Marktumfelds signalisiert. Diese Phase könne Herausforderungen für die Rückversicherer mit sich bringen, da die Makler von einem weniger aggressiven Markt sprechen.
Auch der Analyst Ivan Bokhmat von Barclays hebt den steigenden Preisdruck hervor und verweist auf die damit verbundenen Risiken für die aktuellen Konsensschätzungen. Dieses Szenario könnte sich als nervenaufreibend für Investoren erweisen, die auf stabile Preisentwicklungen und Beiträge hoffen.

