Rückschlag für US-Zollpolitik und Hoffnungen auf den KI-Boom beleben den Aktienmarkt
Hoffnungsvolle Signale am US-Aktienmarkt: Ein jüngstes Urteil des Bundesgerichts für internationalen Handel in New York, das dem umfassenden Zollvorhaben der Regierung von Ex-Präsident Donald Trump einen Riegel vorschiebt, gibt den Anlegern Grund zum Aufatmen. Insbesondere könnte dies für Anleger optimistische Perspektiven auf den weiteren Verlauf der wirtschaftspolitischen Beziehungen bedeuten. Gleichzeitig wecken die soliden Geschäftszahlen des KI-Chipgiganten Nvidia erhobene Erwartungen auf die Fortsetzung des KI-Booms an der Börse.
Der Dow Jones Industrial zeigt sich daher in einem erfreulichen Vorzeichen – der Broker IG notiert ihn rund eineinhalb Stunden vor Handelsbeginn bei 42.300 Punkten, was einem Anstieg von etwa einem halben Prozent entspricht. Der Nasdaq 100 erweist sich ebenfalls als vielversprechend und könnte mit einem Zuwachs von eineinhalb Prozent bei 21.630 Punkten starten.
Das Gerichtsurteil markiert einen Rückschlag für die aggressive Handelspolitik Trumps, deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte in den vergangenen Monaten immer wieder für Turbulenzen gesorgt haben. Auch wenn Experten einen möglichen Gang durch die Instanzen erwarten, bleibt die handelspolitische Spannung vorerst bestehen. Mark Haefele, Chefanlagestratege bei der UBS, weist jedoch darauf hin, dass die USA weiterhin rechtliche Möglichkeiten haben, Teile der Zollstrategie zu verfolgen. Dies deutet darauf hin, dass die Märkte in naher Zukunft volatil bleiben könnten.
Auf der anderen Seite konnten Berichte von Nvidia die Bedenken der Investoren bezüglich Handelsbarrieren gegenüber China zerstreuen. Trotz der Befürchtung, dass exportbedingte Hindernisse der USA im KI-Bereich die Führungsposition Chinas stärken könnten, fanden die Quartalsergebnisse und der zukünftige Ausblick des Unternehmens Anklang. Vorbörslich legten die Aktien von Nvidia beeindruckende 6 Prozent zu.
Anders verlief es für Salesforce, dessen Wertpapiere vorbörslich lediglich ein Plus von rund 0,1 Prozent verbuchen konnten. Das Unternehmen blickt zwar optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr, jedoch verwies Analyst Brent Thill von Jefferies auf nachlassende Wachstumsdynamiken im Cloud-Kerngeschäft und hob hervor, dass eine signifikante Steigerung der Umsatzerwartungen auf Währungseffekte zurückzuführen sei.

