Rückläufige Gewinne bei ING: Herausforderungen in einem komplexen Umfeld
Die niederländische Großbank ING steht vor anspruchsvollen Zeiten, da sie im ersten Quartal des Jahres steigende Kosten verzeichnete. Diese Belastungen sowie ein Rückgang des Zinsüberschusses führten zu einem Gewinnrückgang um knapp acht Prozent, was einem Ertrag von 1,46 Milliarden Euro entspricht.
Auch die erhöhte Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite trug zur Ergebnisverschlechterung bei. Trotz dieser Entwicklungen überraschte das Ergebnis, da Analysten mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet hatten. Unter der Führung von Steven van Rijswijk blickt die Bank dennoch optimistisch in die Zukunft.
Er hob die wirtschaftlichen und politischen Risiken hervor, vertraut jedoch auf die wirtschaftlichen Chancen in Europa, die durch staatliche Ausgabenprogramme in den Bereichen Infrastruktur und Verteidigung gestärkt werden sollen. Bestätigt wurde zudem die Jahresprognose und die strategische Ausrichtung bis 2027.
Ein geplantes Aktienrückkaufprogramm im Wert von zwei Milliarden Euro zeigt Bemühungen, die Erwartungen der Aktionäre zu erfüllen. Die deutsche ING-Tochter verzeichnete im Privatkundensegment ebenfalls einen leichten Gewinnrückgang vor Steuern, der auf gestiegene Personalkosten aufgrund von Lohnanpassungen zurückzuführen ist.
Trotzdem entwickelte sich dieses Geschäft besser als im vorangegangenen Quartal.

