Rückkehr der Wehrpflicht: Mehrheit der Bürger befürwortet Wiedereinführung
Die politische Bühne in Deutschland erlebt dieser Tage einen spannenden Moment: Die Diskussion über die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht gewinnt zunehmend an Fahrt. Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt auf, dass eine Mehrheit der Bürger eine Rückkehr zum verpflichtenden Wehrdienst bei der Bundeswehr begrüßen würde. Überraschend geben 54 Prozent der Befragten an, sich für die Wiedereinführung auszusprechen, während sich 41 Prozent dagegen positionieren und fünf Prozent keine Meinung äußern.
Besonders starke Unterstützung erfährt diese Initiative aus den Reihen der Unions-Wähler. Satte 74 Prozent der Anhänger von CDU und CSU befürworten den Schritt zurück zur Wehrpflicht, doch auch in der SPD findet die Idee Anklang: 58 Prozent der SPD-Anhänger stehen der Rückkehr positiv gegenüber. Diese Daten basieren auf einer repräsentativen Erhebung, für die am 9. und 10. Oktober insgesamt 1.008 Personen befragt wurden.
Derweil ringt die derzeitige schwarz-rote Koalition um eine Einigung hinsichtlich eines neuen Gesetzesentwurfs für den freiwilligen Wehrdienst. Eine Schlüsselfrage lautet, wie man vorgehen möchte, sollte sich herausstellen, dass nicht ausreichend Freiwillige für die Bundeswehr gewonnen werden können. Aufgrund dieser komplizierten Gemengelage wurde die erste Lesung des Gesetzentwurfs um eine Woche verschoben, um weiteren Beratungsbedarf Rechnung zu tragen. Der kommende Donnerstag steht nun im Zeichen der ersten parlamentarischen Lesung in diesem spannenden Debattenprozess. Die Wehrpflicht selbst wurde im Jahr 2011 ausgesetzt, was einer faktischen Abschaffung des Wehr- und Zivildienstes gleichkam.

