Rückgang der Importe im Hafen von Los Angeles trotz Verringerung der Zölle
Der Hafen von Los Angeles, die wichtigste Drehscheibe für den Import von Waren aus China in die USA, verzeichnete im Mai einen Rückgang der Importe um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung reflektiert die Auswirkungen der drastischen Zölle von 145 Prozent, die von Präsident Donald Trump auf chinesische Waren erhoben wurden.
China ist der führende Lieferant von Seefrachtgütern für die Vereinigten Staaten, und viele heimische Unternehmen, darunter bekannte Namen wie Walmart und Ford, sind auf die Produkte angewiesen, die an den Docks der Westküste ankommen, darunter Spielzeug, Möbel und Autoteile.
Im Mai verarbeitete der Hafen von Los Angeles 355.950 Container im 20-Fuß-Format, was die spürbaren Effekte der eingeführten Zölle auf die Handelsstatistik widerspiegelte. "Der Mai war unser schwächster Monat seit über zwei Jahren", erklärte Gene Seroka, Geschäftsführer des Hafens.
In einem ermutigenden Schritt haben die beiden größten Volkswirtschaften der Welt kürzlich eine 90-tägige Pause im wechselseitigen Zollstreit vereinbart und die Zölle auf zahlreiche chinesische Waren von 145 Prozent auf 30 Prozent gesenkt. Diese Vereinbarung, die auch in dieser Woche bekräftigt wurde, birgt das Potenzial, die angespannte Handelssituation zu entschärfen.
Experten aus der Hafenwirtschaft und Schifffahrtsberatung erwarten zwar einen Anstieg der Importzahlen aus China, doch wird dieser voraussichtlich moderater ausfallen, da die reduzierten Zölle von 30 Prozent nach wie vor eine erhebliche Belastung für die Importeure darstellen.
Gene Seroka äußerte die Einschätzung, dass sich der Warenfluss im Jahresverlauf eher verhalten entwickeln werde.

