Rückenwind für Bundesanleihen trotz Industrie-Dämpfer
Die Anleihemärkte in Deutschland verzeichnen erfreuliche Bewegungen, denn die Kurse deutscher Staatsanleihen legten am Freitag deutlich zu. Im Verlauf des Vormittags konnte der Euro-Bund-Future um 0,31 Prozent zulegen und erreichte dabei einen Stand von 130,72 Punkten. Parallel dazu sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,54 Prozent.
Für etwas Turbulenzen sorgte unterdessen die Veröffentlichung neuer Auftragsdaten aus der deutschen Industrie. Die jüngste Aufschwungstendenz erhielt im Mai einen leichten Dämpfer. Der gegenüber April gemeldete, deutlichere Rückgang relativierte sich jedoch durch die Aufwärtskorrektur der Aprilwerte. Jens-Oliver Niklasch, Analyst von der Landesbank Baden-Württemberg, äußerte sich zu den neuen Zahlen verhalten optimistisch.
Er sprach von einer leichten Enttäuschung, die allerdings nicht übertrieben dramatisiert werden sollte. "Die zuletzt veröffentlichten Industriezahlen waren insgesamt vielversprechend, sodass auch gelegentliche Rückschritte verkraftbar sind. Der Großteil der aktuellen Indikatoren deutet auf eine Stabilisierung der konjunkturellen Lage hin", erläuterte er.
Gleichwohl, so bemerkte Niklasch, bleibt die Unsicherheit durch die US-Zollpolitik bestehen, die wie ein Damoklesschwert über den Märkten schwebt.

