RTL zieht Schlussstrich bei "RTL Direkt" – Fokus auf Prime-Time-Optimierung
Der Privatsender RTL hat die Entscheidung getroffen, seine Spät-Nachrichtensendung "RTL Direkt" nach vier Jahren im Programm einzustellen. Die letzte Ausgabe wird am 23. Juli ausgestrahlt, da der Sender seine Prime-Time-Strategie optimieren möchte, um die Einschaltquoten zu verbessern.
Die Entscheidung, das Format aufzugeben, wurde laut RTL notwendig, da die Spät-Nachrichten regelmäßig das abendliche Programm unterbrachen, darunter beliebte Shows wie das "RTL-Dschungelcamp" und "Wer wird Millionär? - Specials", die sonst nahtloser hätten gesendet werden können. Abgesehen von "RTL Direkt" wird der Sender weiterhin auf seine bewährten Nachrichtenformate setzen, die sich zu anderen Tageszeiten bewährt haben.
Pinar Atalay, die bereits seit der Einführung von "RTL Direkt" als Moderatorin fungierte, bleibt dem Sender treu und wird künftig neue Formate entwickeln, beispielweise einen neuen Talk bei ntv ab Herbst. Ihr ehemaliger Co-Moderator, Jan Hofer, hatte dem Sender bereits Ende August 2024 den Rücken gekehrt.
Die Herausforderung, die Zuschauer länger an den Sender zu binden, sei in der heutigen Medienlandschaft größer denn je, so Programmchefin Inga Leschek. Mittlerweile hat sich die TV-Landschaft verändert: Während "RTL Direkt" in den Anfangsjahren bei jungen Zuschauern durchaus Erfolge feierte, zeigt eine kürzliche Auswertung, dass die Quoten hinter den "Tagesthemen" und dem "heute-journal" zurückblieben.
Die Veränderungen bringen auch Personalentscheidungen mit sich. Geschäftsführer Martin Gradl betont das Bedauern über den Abgang geschätzter Kollegen von RTL News in Berlin, während man sich bemüht, Optionen innerhalb des Unternehmens oder anderweitige Unterstützung anzubieten.

