Rote Meer: Bundesregierung verurteilt Großangriff der Huthi-Rebellen auf Schiffe
Die Bundesregierung hat den jüngsten Vorfall im südlichen Roten Meer verurteilt, bei dem Schiffe von den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen angegriffen wurden. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bezeichnete diesen Angriff als den umfangreichsten seit Mitte Oktober. Er mahnte an, dass die Angriffe der Huthis auf den internationalen Schiffsverkehr sowie auf die Schiffe der Partner und Verbündeten in der Region klar auf Eskalation abzielen.
Der Sprecher wies darauf hin, dass die Bundesregierung gemeinsam mit anderen Staaten bereits im Januar eine Erklärung abgegeben hat, in der die Angriffe der Huthi-Rebellen als illegal, inakzeptabel und destabilisierend bezeichnet wurden. Er betonte erneut, dass diese Angriffe sofort eingestellt werden müssen. Die Bundesregierung sei bereit, sich an einer europäischen Marinemission im Roten Meer zu beteiligen. In der kommenden Woche soll eine erste Diskussion mit den Mitgliedstaaten über einen solchen Einsatz stattfinden.
Seit dem Ausbruch des Gaza-Krieges am 7. Oktober zwischen Israel und der islamistischen Hamas greifen die Huthi-Rebellen immer wieder Schiffe mit vermeintlichen israelischen Verbindungen im Roten Meer an. Dies hat dazu geführt, dass große Reedereien die Route zunehmend meiden. Die Huthis greifen zudem direkt Israel an, sowohl mit Drohnen als auch mit Raketen. (eulerpool-AFX)

