Robustheit in der Krise: Berlins Innensenatorin verteidigt Krisenmanagement
In einer entschlossenen Reaktion auf die Kritik am Umgang mit dem aktuellen Stromausfall im Südwesten Berlins hat sich Iris Spranger, die Innensenatorin der Stadt, zu Wort gemeldet. Die routinierte Politikerin wies die Vorwürfe energisch zurück und betonte die umgehende Aktivierung der Krisenstäbe. Diese funktionieren ihrer Meinung nach reibungslos, trotz der vorgebrachten Bedenken.
Der Landesrechnungshof hatte in einem kürzlich veröffentlichten Bericht Schwächen im Berliner Katastrophenschutz hervorgehoben, insbesondere bei der organisatorischen und personellen Vorbereitung auf Großschadensereignisse. Spranger entgegnete, dass diese Kritik bereits obsolet sei und dass erhebliche Fortschritte erzielt wurden, um jahrzehntelange Versäumnisse in kurzer Zeit zu beheben.
Besorgt zeigte sich Spranger über die Verbreitung von Falschinformationen im Zusammenhang mit dem Stromausfall. Sie warnte eindringlich vor der potenziellen Verunsicherung und empfahl, sich ausschließlich auf Informationen aus offiziellen Quellen zu verlassen. Dazu zählen unter anderem die Senatsverwaltungen sowie Sicherheits- und Hilfsorganisationen, die konzertiert und kontinuierlich informieren.
Die Ursachen des Stromausfalls liegen in einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, zu dem sich eine linksgerichtete extremistische Gruppe bekannt hat. Obwohl die Lage nach wie vor angespannt ist, erwartet der Betreiber Stromnetz Berlin, dass voraussichtlich bis Donnerstagnachmittag wieder alle betroffenen Haushalte ans Netz gehen.

