Ripple-CEO prognostiziert Rekordjahr für Kryptowährungen im Jahr 2026

Trotz eines durchwachsenen Starts in das Jahr 2026 zeigt sich Ripple-CEO Brad Garlinghouse optimistisch hinsichtlich der Zukunft der Kryptomärkte und erwartet neue Rekordhöhen für digitale Vermögenswerte in diesem Jahr.
Optimismus für langfristiges Potenzial von XRP
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz, betonte Garlinghouse, dass jüngste regulatorische Entwicklungen, einschließlich des wegweisenden GENIUS Acts, „viel Aktivität“ im Sektor freigesetzt haben.
In einem Interview mit CNBC äußerte sich Garlinghouse zuversichtlich: „I’m very bullish, and yes, I’ll go on record as saying, I think we’ll see an all-time high.“ Er hob hervor, dass große Finanzinstitute zunehmend Interesse an Kryptowährungen zeigen, was er als „massiven Wandel“ bezeichnete. Diese Entwicklung spiegele sich jedoch noch nicht vollständig in den aktuellen Marktpreisen wider.
Trotz seines optimistischen Ausblicks notierte XRP, die mit Ripple verbundene Kryptowährung, bei $1,88 und hatte in der vergangenen Woche einen bemerkenswerten Rückgang von 13% verzeichnet. Diese Marktperformance hat Analysten dazu veranlasst, über die Möglichkeit eines neuen Bärenmarktes zu spekulieren.
Dennoch zeigte sich Garlinghouse zuversichtlich hinsichtlich des langfristigen Potenzials des XRP-Ökosystems und erklärte: „We are a very vested party in what goes on in the XRP ecosystem. In another five or 10 years, you’re going to see continued, very positive momentum.“
Zuversicht über den Erfolg des CLARITY Acts
Garlinghouse erwartet zudem, dass 2026 bedeutende Anwendungsfälle für digitale Vermögenswerte sehen wird, und erwähnte, dass die Kryptowährungsbörse Binance wahrscheinlich wieder in den US-Markt eintreten wird.
Er betonte, dass der GENIUS Act das Wachstum von Stablecoins fördern könnte, was möglicherweise Abläufe wie die Gehaltsabrechnung effizienter machen würde. Er glaubt, dass Kryptowährungen gut positioniert sind, um in den nächsten zehn Jahren zu wachsen.
Bezüglich des Gesetzesentwurfs zur Marktstruktur für Kryptowährungen, dem CLARITY Act, einem wichtigen Rahmenwerk zur Regulierung von Krypto, äußerte Garlinghouse Vertrauen, dass dieser letztendlich Erfolg haben wird. „It’ll get done. We are as close as we have ever been,“ sagte er.
Der vorgeschlagene Marktstruktur-Gesetzesentwurf hat jedoch erhebliche Herausforderungen erfahren, insbesondere nachdem wichtige Bestimmungen unter die Lupe genommen wurden. Coinbase-CEO Brian Armstrong zog seine Unterstützung für den Entwurf nur 24 Stunden vor einer geplanten Markup-Sitzung am 15. Januar zurück, was zu einer Verschiebung des Prozesses führte.
Garlinghouse zeigte sich überrascht über Armstrongs starke Opposition gegen den CLARITY Act und bemerkte, dass „der Rest der Branche, einschließlich Börsen, die mit Coinbase konkurrieren, ihn weiterhin unterstützten.“
Der Geschäftsführer bleibt jedoch hoffnungsvoll, dass Branchenführer die aktuelle gesetzgeberische Pattsituation überwinden können. „If we want the industry to continue to grow, we need things like the GENIUS Act and the CLARITY Act,“ bekräftigte er.

