Rio Tinto erlebt Gewinneinbruch durch fallende Eisenerzpreise

Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto musste 2025 einen deutlichen Rückgang seines Gewinns verzeichnen, bedingt durch sinkende Eisenerzpreise. Die Einschnitte gehen vor allem auf die anhaltende Krise auf dem chinesischen Immobilienmarkt zurück, die zu einer Überflutung des Marktes mit überschüssigem Stahl aus China führte. Auch wenn die Geschäfte mit Kupfer und Aluminium für Rio Tinto besser liefen, reichten die positiven Impulse nicht aus, um die Einbußen im Eisenerzsektor auszugleichen.
Diese Entwicklung hinterließ an der Börse Spuren, wo die Aktie des Konzerns im frühen Handel um etwa 3,5 Prozent nachgab. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 9,97 Milliarden US-Dollar, wobei der bereinigte Überschuss mit 10,87 Milliarden Dollar stabil blieb und den Erwartungen der Analysten entsprach. Für die Aktionäre ist dennoch ein Lichtblick in Sicht, da Rio Tinto eine unveränderte Dividende von 4,02 Dollar je Aktie plant.
Ben Davis von der kanadischen Bank RBC kommentierte, dass das operative Ergebnis unter den Prognosen lag, während Investitionsausgaben und Nettoverschuldung die Erwartungen übertrafen. Davis hält eine Fortsetzung der Fusionsgespräche mit dem Konkurrenten Glencore unter bestimmten Vorzeichen für möglich, nachdem diese erst vor wenigen Wochen abgebrochen worden waren. Rio Tinto sah keine Möglichkeit, eine wertsteigernde Einigung zu erzielen, während Glencore eine Unterbewertung seitens Rio Tintos rügte.

