Rheinmetall sichert sich Milliardenauftrag für satellitengestützte Aufklärung
Rheinmetall hat im aufstrebenden Geschäftsfeld der Weltraum-Satellitenaufnahmen einen bedeutenden Vertrag mit der Bundeswehr geschlossen. Der mehrjährige Auftrag, der in Zusammenarbeit mit dem finnischen Unternehmen Iceye realisiert wird, beläuft sich auf etwa 1,7 Milliarden Euro und bietet Potenzial für Erweiterungen.
Zukunftsweisend ist der Zugriff auf Daten von SAR-Satelliten (Synthetic Aperture Radar), die der Bundeswehr täglich eine große Menge an Bildern liefern sollen, unabhängig von Wetterbedingungen oder Tageszeit. Hauptziele der Datenauswertung sind die Unterstützung der Nato-Ostflanke und die Sicherheit der Brigade in Litauen.
Rheinmetall kooperiert hierbei mit dem polnischen Unternehmen Satim, das mittels künstlicher Intelligenz komplexe Radarbilder in nützliche Informationen umwandelt. Auch die Nachfrage nach traditionellen Militärgütern wie Panzern und Munition steigt, angetrieben durch den Ukraine-Krieg. Parallel erweitert das Unternehmen in einem Joint Venture mit Iceye sein Portfolio durch den Bau einer Satellitenproduktion in Neuss.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger und Iceye-CEO Rafal Modrzewski unterstreichen die Bedeutung weltraumgestützter Technologien für moderne Verteidigung. Der Trend zur räumlichen Aufklärung zieht sich durch die Branche, wie die Kooperation von Helsing mit Kongsberg zeigt. Die deutsche Weltraumsicherheitsstrategie zielt darauf ab, bis 2030 erheblich in Raumfahrt zu investieren.

