Rheinmetall setzt Höhenflug fort: Experten optimistisch trotz hoher Erwartungen
Die beeindruckende Aufwärtsbewegung der Rheinmetall-Aktie scheint keine Grenzen zu kennen. Trotz einer Kursvervielfachung im Jahresverlauf stieg der Wert am Mittwochmorgen auf der Handelsplattform Tradegate erstmals über die Marke von 1.900 Euro und erreichte im Handelssession ihren Höchststand bei 1.943,50 Euro. Damit verzeichnete das Wertpapier im laufenden Jahr ein beeindruckendes Plus von 216 Prozent.
Das anstehende Nato-Gipfeltreffen rückt das Thema Militärausgaben weiter in den Fokus von Politik und Märkten. Heiß diskutiert wird der künftige Anteil der Militärausgaben am Bruttoinlandsprodukt der Bündnisstaaten. Diese Diskussionen könnten weiteren Rückenwind für die Aktie bedeuten, da Marktbeobachter höhere Rüstungsausgaben erwarten.
UBS-Experte Sven Weier erhöhte jüngst sein Kursziel für Rheinmetall auf 2.200 Euro. Zahlreiche Analysten hatten zuvor bereits die Marke von 2.000 Euro überschritten. Weier betont, dass ein BIP-Anteil von 3,5 Prozent, wie er derzeit am Markt als möglich angesehen wird, noch nicht vollständig in den Kurs eingepreist ist und steigerte parallel seine Umsatzprognosen.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte äußerte bei einem Besuch in den USA seine Erwartung, dass beim bevorstehenden Gipfeltreffen möglicherweise sogar ein BIP-Anteil von fünf Prozent für Militärbudgets beschlossen werden könnte - eine Forderung, die auch US-Präsident Trump seit geraumer Zeit an europäische Länder richtet.
Rüstungstitel im MDax, darunter Renk und Hensoldt, erreichten in der Vorbörse ebenfalls neue Höchststände und unterstreichen die Dynamik in der Branche.

