Rhein fordert Stärkung der Rüstungsindustrie in Hessen
Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) setzte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden klare Akzente für eine gestärkte Rüstungsindustrie in Hessen. Im Zuge globaler Krisen unterstrich er die Wichtigkeit des heimischen Rüstungsstandortes, der unter anderem durch Unternehmen wie Rheinmetall und KNDS geprägt ist. Dabei plädierte Rhein für eine sogenannte 'Deutschland-Garantie' in der Verteidigungspolitik, mit der die Wertschöpfung innerhalb Deutschlands gehalten werden soll.
Mit den zusätzlichen Verteidigungsmilliarden des Bundes plant Rhein ein umfassendes Paket für Kampffähigkeit und Konjunktur. Dies solle durch Aufträge an die nationale Rüstungsindustrie, Investitionen in Kampfdrohnen sowie durch die Stärkung der infrastrukturellen Wehrfähigkeit geschehen. Der Ministerpräsident machte deutlich, dass die damit einhergehende Neukreditaufnahme nicht ins Ausland abfließen dürfe, sondern im Inland zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit eingesetzt werden müsse.
Zur Vernetzung der Industrie organisierte Hessen bereits zwei Rüstungsgipfel in der Staatskanzlei. Diese führten die gesamte hessische Rüstungsbranche mit der Bundeswehr und der US Army zusammen. Rhein betonte zudem das Potenzial qualifizierter Arbeitskräfte aus der Automobilbranche, die perspektivisch in die Rüstungsindustrie wechseln könnten. Synergieeffekte zwischen den Branchen seien laut Rhein zwar nicht nahtlos möglich, aber durchaus realisierbar.

