Revolut plant weitere Expansion: Übernahme eines U.S. Bankinstituts im Visier
Die in London ansässige Digitalbank Revolut hat ehrgeizige Pläne zur Ausweitung ihrer globalen Präsenz bekannt gegeben. Das Unternehmen prüft derzeit die Möglichkeit, eine US-amerikanische Bank zu übernehmen oder eine eigene Bankenlizenz zu beantragen, um auf dem bedeutenden US-Markt Fuß zu fassen. Damit untermauert Revolut, das bereits als wertvollster Finanztechnologie-Anbieter Europas gilt, sein Ziel, die traditionellen Bankinstitute weiter herauszufordern. Revolut, mit einer beeindruckenden Kundenbasis von 65 Millionen Nutzern, strebt zudem eine Bewertung von 75 Milliarden US-Dollar in einem neuen Aktienverkauf an.
Trotz dieser Größenordnung bleibt der Umsatz im Vergleich zu Bankriesen wie HSBC gering, da der Schwerpunkt bisher stark auf Privatkunden liegt. Während der feierlichen Eröffnung ihres neuen Hauptquartiers im Finanzviertel Canary Wharf in London erneuerten die Führungskräfte ihr Engagement für den britischen Markt. Wie CEO und Mitgründer Nik Storonsky betonte, bleibt Großbritannien die Heimatbasis der Finanzplattform, ungeachtet der weltweiten Expansionsbestrebungen.
Neben den Plänen für den US-Markt arbeitet Revolut daran, bis Ende dieses Jahres eine britische Bankenlizenz zu erhalten, um Kreditkarten und unbesicherte Kredite im Vereinigten Königreich anbieten zu können. Insgesamt plant die Firma, in den nächsten fünf Jahren 13 Milliarden US-Dollar in ihre globale Expansion zu investieren, davon 4 Milliarden in Großbritannien.

