Revo-Hospitality-Gruppe: Sanierung in Eigenverwaltung geplant
Die Revo-Hospitality-Gruppe, ein bedeutender Akteur in der Hotelbranche, hat für etwa 140 ihrer Unternehmen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Charlottenburg beantragt. Insgesamt sind 125 Hotels mit rund 5.500 Beschäftigten in Deutschland und Österreich betroffen, sollen jedoch weiterhin betrieben werden.
Das Unternehmen hat bei der Agentur für Arbeit die Vorfinanzierung der Gehälter für die ersten drei Monate 2026 beantragt. Eigenen Angaben zufolge betreibt die Gruppe unter diversen eigenen Marken sowie als Franchisenehmer großer Hotelketten insgesamt 250 Hotels in 135 Städten in zwölf europäischen Ländern.
Rechtsanwalt Gordon Geiser, der die Geschäftsführung während des Sanierungsprozesses übernimmt, sieht positive Perspektiven für eine rasche Restrukturierung und langfristige Fortführung der betrieblichen Aktivitäten. Ein maßgeblicher Grund für die finanzielle Schieflage ist die aggressive Expansion der vergangenen Jahre.
Seit 2020 hat sich die Zahl der Hotels in der Gruppe von 51 auf etwa 250 erhöht, was mit enormen Kosten einherging. Gleichzeitig blieben die Übernachtungszahlen hinter den Erwartungen zurück, und auch der geplante Umsatz für 2025 wurde nicht erreicht. Die neue Geschäftsführung ist nun auf der Suche nach internationalen Investoren, um die finanzielle Basis zu stärken.

