Resident Evil-Schöpfer Shinji Mikami kritisiert Zensur von Videospielen in Japan
Shinji Mikami, der Schöpfer von Resident Evil, äußerte kürzlich seine Unzufriedenheit über die strenge Zensur von Videospielen in Japan. Er kritisierte das Bewertungssystem der japanischen CERO-Behörde, das dazu führt, dass Spiele wie Dead Space oder The Callisto Protocol in Japan teilweise verboten oder stark zensiert werden.
Mikami bemängelt laut Gamespark, dass die Regeln von Menschen gemacht werden, die selbst keine Spiele spielen. Im Gespräch mit Goichi "Suda51" Suda ging es um die Herausforderungen, die durch die Zensur entstehen.
Beide Entwickler mussten für das bevorstehende Remaster ihres Spiels Shadows of the Damned zwei Versionen erstellen - eine zensierte für den japanischen Markt und eine ungeschnittene für den internationalen Markt. Dies erhöhte die Arbeitsbelastung und verlängerte die Entwicklungszeit erheblich.
Mikami verwies auf das Beispiel des Originals von Dead Space, das aufgrund der strengen CERO-Regeln nicht in Japan veröffentlicht werden konnte. Die Zensur in Japan betrifft vor allem gewalttätige und sexuelle Inhalte, was zu Inkonsistenzen bei den Altersfreigaben führt: So wurde das Remake von Dead Space 2023 in Japan verboten, während das ähnlich gewalttätige Stellar Blade (PS5) 2024 unzensiert veröffentlicht wurde.
Suda51 schlug vor, eine höhere Einstufung als CERO Z einzuführen, um es ausländischen Spielen zu ermöglichen, unverändert in Japan veröffentlicht zu werden. Dies würde die Belastung für Entwickler verringern und den Spielern in Japan eine unzensierte Spielerfahrung bieten.

