Resident Evil Requiem erreicht 9,5 User-Score – Spieler feiern das Horror-Comeback
Was hier gerade passiert, ist historisch. Resident Evil Requiem hat auf Metacritic einen User-Score von 9,5 erreicht, bei 3.446 Bewertungen. Damit zieht das neue Horror-Spiel mit absoluten Gaming-Legenden gleich. Und das ist kein kleiner Kreis. Ganz oben steht ebenfalls der „The Game Awards“-Abräumer 2025 Clair Obscur: Expedition 33 mit 9,5 (allerdings bei gewaltigen 24.607 User-Bewertungen). Dahinter folgen Klassiker wie Metal Gear Solid, Silent Hill 2 und Metal Gear Solid 3: Snake Eater. Das ist nicht nur ein Erfolg. Das ist eine Einordnung in die Hall of Fame.
Capcom hat es also geschafft, Survival Horror wieder kompromisslos ernst zu nehmen. Unsere Horror-Expertin Eva hat dem Spiel zwar „nur“ eine 8 von 10 gegeben, aber trotzdem findet sie viele positive Worte: „Resident Evil: Requiem ist ein solider und stellenweise sehr starker Serienableger, der atmosphärisch vieles richtig macht und vor allem spielmechanisch überzeugt. Die Mischung aus Horror-Elementen bei Grace und action-lastigeren Passagen mit Leon sorgt für Abwechslung und hält das Gameplay frisch.“
Besonders bei PS5 Pro-Spielern kommt der Titel gut an. Immerhin bringt die überarbeitete PSSR-Unterstützung noch mehr Details auf den Schirm. Die RE Engine wurde intern erneut erweitert, um feinere Gesichtsanimationen und realistischere Lichtdurchdringung in Haar- und Hautstrukturen darzustellen. Gerade diese Details werden in User-Bewertungen immer wieder erwähnt.
Clair Obscur: Expedition 33 – Das Überraschungs-Meisterwerk
Mit 9,5 bei über 24.000 Bewertungen ist Clair Obscur der eigentliche Ausreißer, in der User-Score-Liste bei Metacritic. Das rundenbasierte Rollenspiel aus Frankreich überraschte mit einem düsteren Kunststil, emotionaler Story und einem Kampfsystem, das klassische JRPG-Elemente mit Echtzeit-Mechaniken kombiniert. Viele Spieler feiern vor allem den Mut, kein Open-World-Standardprodukt zu sein. Stattdessen setzt es auf klare Vision und starke Charaktere.

Clair Obscur: Expedition 33 hat bewiesen: Nicht immer muss es eine riesige Open-World sein, um ins Spiel „eintauchen“ zu können. – Bild: Sandfall Interactive
Hideo Kojima dominiert die Liste
Auffällig: Gleich mehrere Top-10-Titel stammen aus der Feder von Hideo Kojima.
Neben Metal Gear Solid (9,3) finden sich auch:
- Metal Gear Solid 3: Snake Eater (9,3)
- Silent Hill 2 (9,3)
- weitere Versionen und Remaster-Varianten in den oberen Rängen
Kojima steht damit gleich mehrfach in den Top-10. Was viele dabei vergessen: Metal Gear Solid (1998) war eines der ersten Spiele, das cineastische Inszenierung mit spielerischer Freiheit kombinierte. Psycho Mantis, der deine Memory Card „auslas“, war damals revolutionär. Snake Eater wiederum setzte auf ein komplexes Tarnsystem und eine emotionale Origin-Story, die bis heute als eine der besten im Gaming gilt.

Metal Gear Solid: Im Jahr 2026 reicht es noch für die TOP 10 in den User-Charts von Metacritic. – Bild: (C) Konami
Ebenso bleibt 9,3 Silent Hill 2 bei 2.361 Bewertungen ein Meilenstein. Das Spiel setzte früh auf psychologischen Horror statt reiner Schockmomente. James’ Reise durch Schuld und Verdrängung gilt bis heute als eine der stärksten Erzählungen der Videospielgeschichte.
The Witcher 3: Blood and Wine – Das DLC, das alles übertraf
Selbst Erweiterungen schaffen es in diese Liga. The Witcher 3: Wild Hunt – Blood and Wine kommt auf 9,3 bei 5.980 Bewertungen. Was viele nicht wissen: Blood and Wine war größer als so manch eigenständiges Rollenspiel. Mit Toussaint schuf CD Projekt Red eine komplett neue Region mit eigenem Tonfall: heller, märchenhafter, aber nicht weniger brutal. Ein DLC, der zeigte, wie man Zusatzinhalte richtig macht. Angeblich erschient noch heuer, nach all der Zeit, ein weiterer DLC. Ein „perfekter Übergang“ zu The Witcher 4.
Die Liste ist in den oberen Rängen jedoch nicht nur mit High-End-Blockbustern ausgestattet. Kurios, aber wahr: Disney Cory in the House taucht mit 9,3 bei 8.228 Bewertungen ebenfalls in den oberen Rängen auf. Hier dürfte Meme-Kultur eine Rolle spielen. Dennoch zeigt es, wie stark User-Scores von Community-Dynamiken beeinflusst werden können.


