Renaissance der Bauwirtschaft: EUROCONSTRUCT sieht Licht am Ende des Tunnels
Auf der 100. EUROCONSTRUCT-Konferenz in Paris wurde ein optimistischer Ausblick für die europäische Bauwirtschaft präsentiert. Das seit 1975 etablierte Netzwerk, das aus 19 europäischen Ländern besteht und halbjährliche Branchenanalysen veröffentlicht, beleuchtete die zukünftigen Entwicklungen unter dem Motto „Europäische Baumärkte bis 2028 - Die Bauindustrie neu erfinden“. Die traditionelle Feierlichkeit mit ihrem reichen Erbe markiert nicht nur ein Jubiläum von 50 Jahren fundierter Bauwirtschaftsforschung, sondern bietet auch wertvolle Einsichten für Entscheidungsträger aus Industrie und Politik.
Zwei Publikationen begleiteten die Konferenz: der „Country Report“ mit länderspezifischen Daten und der „Summary Report“, der sektorübergreifend Trends im Bauwesen erörtert. Ein sanftes Wachstum von 0,3 Prozent für 2025 leitet die erwartete Erholung ein. Besonders für 2026 wird ein deutliches Plus von 2,4 Prozent vorhergesagt, hauptsächlich angetrieben durch eine hohe Nachfrage nach Infrastrukturprojekten. Die Wachstumsprognosen übertreffen dabei das BIP-Wachstum in den Jahren 2026 bis 2028.
Erstaunlich ist die dynamische Entwicklung in den osteuropäischen Märkten, hauptsächlich in Polen, das ein wirtschaftliches Wachstum von 5,3 Prozent innerhalb eines Jahres erwartet. Verglichen mit westeuropäischen Ländern, die moderate Wachstumsraten aufweisen, verzeichnen Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei größere Zuwächse.
Der Wohnungsbau bleibt indes das Sorgenkind der Branche, wo erst ab 2027 mit einer signifikanten Erholung gerechnet wird. Im Bereich des Nichtwohnungsbaus und Tiefbaus zeigt sich eine stabilere Entwicklung, wobei neue Verkehrsinfrastruktur und EU-finanzierte Projekte die Baubranche stützen.
Die PORR Group nutzt die Vorteile dieser Entwicklungen, besonders in Zentralmärkten wie Polen, und präsentiert sich mit einem soliden Auftragsbestand. Solche strategischen Marktpositionen lassen auf eine vielversprechende Zukunft hoffen.

