Reinet Investments zieht sich aus British American Tobacco zurück: Großaktionär veräußert Anteile für 1,22 Milliarden Pfund
Ein bemerkenswerter Schachzug erschüttert derzeit die Finanzwelt: Reinet Investments SCA hat beschlossen, ihren 2%-Anteil an British American Tobacco (BAT) für 1,22 Milliarden Pfund abzugeben. Der Verkauf beendet eine langjährige Beteiligung an dem britischen Tabakkonzern und sorgt für Aufsehen an den Märkten. Die Folgen dieser Entscheidung ließen nicht lange auf sich warten.
BAT-Aktien erlebten mit einem Rückgang von bis zu 2,9% ihren schärfsten Einbruch seit Oktober. Reinet bot rund 43,3 Millionen Aktien über JPMorgan Chase zu einem Preis von 28,20 Pfund pro Aktie an, was einem Abschlag von 3,9% im Vergleich zum vorherigen Schlusskurs entspricht.
Trotz des Angebots von Reinet, seiner Beteiligung zu reduzieren, äußerte sich Analyst Duncan Fox von Bloomberg Intelligence zuversichtlich, dass dies die Pläne von BAT für ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 900 Millionen Pfund im Jahr 2025 nicht gefährden werde. Reinet, ein Unternehmen mit Sitz in Luxemburg, ging 2008 aus der schweizerischen Luxusgruppe Richemont hervor.
Der BAT-Anteil machte etwa ein Viertel des Nettovermögens von Reinet aus, so ein Bericht aus dem letzten Jahr. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen in fortlaufende Investitionsaktivitäten des Unternehmens fließen. Inmitten eines sich wandelnden Marktes für nikotinhaltige Produkte setzen BAT und seine Mitbewerber vermehrt auf rauchfreie Alternativen.
Produkte wie Lucky Strike-Zigaretten, Vuse Vapes und Velo Nikotinbeutel stehen im Fokus der Neuausrichtung. Der Konzern musste zuletzt auf den Wert seiner US-Zigarettenmarken abschreiben, da immer mehr Raucher zu Alternativen wie Vapes und erhitzten Tabaksticks wechseln.

