Regionale Diplomatie: EU und Golfstaaten debattieren über Friedensplan und Kooperation
Die Europäische Union und zentrale Mitglieder der Golfstaaten begeben sich zu einem richtungsweisenden Treffen im Emirat Kuwait, um die regionale Lage sowie die Implementierung des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump für Gaza zu erörtern. Deutschland wird in diesen bedeutsamen Gesprächen durch den Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vertreten, der am Dialog des Golf-Kooperationsrats teilnimmt. Von Kuwait aus setzt Wadephul seine Reise nach Israel fort, um dort mit dem israelischen Amtskollegen Gideon Saar über den Friedensvorschlag der USA zu debattieren. Diese Zusatzetappe wurde kurzfristig in die Reiseroute integriert.
In den frühen Morgenstunden plant Wadephul eine Zusammenkunft mit Abdullah al-Jahja, dem kuwaitischen Außenminister, da Kuwait zur Zeit den Vorsitz im Golf-Kooperationsrat innehat. Die Golfstaaten, die nicht nur über die arabische Halbinsel, sondern auch den Persischen Golf hinaus erheblichen Einfluss haben, fokussieren sich bei den Gesprächen auf zentrale Themen wie die humanitäre Lage im Gazastreifen, die Konflikte in Syrien und im Jemen sowie die politische Situation im Iran. Darüber hinaus stehen Fragen zur zukünftigen Kooperation zwischen der EU und den Golfstaaten auf der Agenda.
Bereits beim ersten Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU und des Golf-Kooperationsrats im Jahr 2024 in Brüssel war man bestrebt, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zu intensivieren. Der 1981 ins Leben gerufene Golf-Kooperationsrat, bestehend aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Kuwait, Oman, Katar und Saudi-Arabien, verfolgt unter anderem das Ziel einer verstärkten Kooperation in der Außen- und Sicherheitspolitik.

