Reformdruck auf internationale Institutionen: Anspruch und Wirklichkeit
US-Außenminister Marc Rubio hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine tiefgreifende Reform internationaler Institutionen vorgeschlagen. Er betonte, dass die sogenannte globale Ordnung nicht länger über die Interessen der eigenen Bevölkerung und Nationen gestellt werden sollte. In seinen Ausführungen machte Rubio deutlich, dass das bestehende System der internationalen Zusammenarbeit nicht völlig verworfen werden müsse.
Eine Neuausrichtung und Modernisierung seien allerdings unerlässlich. Nach dem Triumph des Westens im Kalten Krieg habe sich fälschlicherweise die Vorstellung eines "Endes der Geschichte" verfestigt, bei dem eine regelbasierte Ordnung nationale Interessen verdränge. Rubio kritisierte diese Vorstellung als irreführend und betonte, dass die von vielen Bundesregierungen bevorzugte regelbasierte Ordnung mittlerweile überstrapaziert sei.

