Recycling-Skandal abgewendet? Infinity Ward zerlegt die Copy-Paste Vorwürfe zu Modern Warfare 4
Die Maschinerie der Call of Duty-Leaks steht niemals still, doch selten war das Brodeln so kontrovers wie in diesen Tagen. Eigentlich hatte Activision proklamiert, keine direkten Fortsetzungen innerhalb einer Sub-Serie mehr „Back-to-Back“ zu veröffentlichen. Dennoch verdichten sich die Indizien, dass Call of Duty: Modern Warfare 4 als der große Titel für das Jahr 2026 in den Startlöchern steht. Doch was der in der Szene als zuverlässig geltende Insider „TheGhostOfHope“ jüngst in den digitalen Äther blies, sorgte für kollektives Stirnrunzeln bei der Community. Seine These: Der Multiplayer-Modus des kommenden Spiels sei in seinem aktuellen Zustand eine fast „komplette Kopie“ von Modern Warfare 2 aus dem Jahr 2022.
Rückstoß-Trauma und Perk-Details
Der Leaker ging bei seiner Analyse durchaus ins Detail und malte ein Bild, das vielen Fans sauer aufstoßen dürfte. Abgesehen von einigen Nuancen – wie dem Wegfall von Aufladezeiten für Perks und etwas milderen Strafen beim Zielen über Kimme und Korn (ADS) oder beim Rutschen – sei das Spielgerüst identisch. Besonders brisant: Der massive visuelle Rückstoß, der Modern Warfare 2 für viele zu einer trägen und visuell anstrengenden Erfahrung machte, soll angeblich sein Comeback feiern. Es klingt nach einer Rückkehr zu jener Design-Philosophie, die taktische Langsamkeit über schnelles Arcade-Gameplay stellte und die Spielerschaft damals tief spaltete.
Ein ungewöhnliches Dementi aus der Chefetage
Normalerweise hüllen sich Entwicklerstudios in nobles Schweigen, wenn Leaks die Runde machen, um dem Feuer keinen Sauerstoff zu geben. Doch Infinity Ward wählte diesmal eine offensivere Strategie. In einem Tweet, der primär frohe Feiertage wünschen sollte, versteckten die Macher eine pfeffrige Botschaft an die Fans: „Glaubt nicht alles, was ihr im Internet lest. Wir sehen uns 2026.“ Dieser Satz wirkt wie ein gezielter Nadelstich gegen die aktuelle Welle an Indiskretionen und ist ein klares, wenn auch indirektes Dementi der „Copy-Paste“-Vorwürfe. Danach verabschiedete sich das Team demonstrativ in den wohlverdienten Social-Media-Winterschlaf.
Verwirrung beim Insider
Die Replik des Leakers ließ nicht lange auf sich warten. Sichtlich irritiert und in die Defensive gedrängt, stellte „TheGhostOfHope“ fest, dass dieses Verhalten für das milliardenschwere Studio absolut untypisch sei. Dass man zwei Leaks auf so generische Weise dementiert, ohne konkret auf Details einzugehen, sollte laut ihm „Warnsignale“ auslösen. Er beharrt vehement auf seinen Quellen, die ihm schon bei den Leaks zu Modern Warfare 2, 3 und auch den Black Ops-Titeln treue Dienste leisteten. Er weigert sich, seine über Jahre aufgebaute Reputation als Verbreiter von Falschinformationen abtun zu lassen, nur weil das Studio nun PR-technisch gegensteuert.


