Rechtsstreit um renommierte Fintech-Unternehmer bedroht finanzielle Stabilität
Anthony Watson, ein prominenter Unterstützer der Labour-Partei und Gründer des Fintech-Unternehmens The Bank of London, sieht sich einer drohenden Insolvenzgefahr gegenüber. In einem Rechtsstreit mit der US-Investmentgesellschaft ForgeLight erhebt der ehemalige CEO der Bank Vorwürfe bezüglich angeblich ausstehender Schulden. Laut den aktuellen Gerichtsakten hat Watson einen Antrag beim High Court gestellt, um eine gesetzliche Zahlungsaufforderung durch ForgeLight aufzuheben. Eine solche Forderung kann der Vorläufer für Insolvenzverfahren sein.
Die genaue Höhe der strittigen Forderung bleibt im Dunkeln. ForgeLight hat jedoch signifikant in The Bank of London investiert und führte eine Finanzierungsrunde im Jahr 2021 an, die 90 Millionen Dollar einbrachte. Watson, der mehr als eine halbe Million Pfund an die Labour-Partei gespendet hat, trat im September 2024 als CEO zurück, kurz bevor die Bank überraschend mit einem Abwicklungsantrag konfrontiert wurde. Die Bank erklärte später, dass dieser aus einem administrativen Fehler resultierte und er wurde schließlich zurückgezogen.
Nach Watsons Rückzug übernahm Mangrove Capital das Ruder und investierte mehr als 57 Millionen Pfund, um die Bank zu stützen. Watson, der sich nun aus dem Unternehmen zurückgezogen hat, hatte eine bedeutende Rolle im politischen und wirtschaftlichen Umfeld gespielt und Lord Mandelson aufgrund seines umfassenden Erfahrungsschatzes in den Vorstand der Bank berufen. Lord Mandelson verließ die Bank im Jahr 2024 und wurde kurz darauf als britischer Botschafter in die USA entsandt, verlor jedoch seinen Posten im Jahr 2025 aufgrund seiner früheren Verbindungen zu Jeffrey Epstein.

