Ratgeber: Der Kauf eines neuen Fernsehers
LCD, LED, Plasma, HD ready und HD - das sind nur einige Begriffe, mit denen sich Verbraucher beim Kauf eines neuen Fernsehers auseinandersetzen müssen. Laien können diese Begriffe tatsächlich Probleme bereiten, denn sie sind alles andere als selbsterklärend. Dieser Ratgeber informiert Interessierte, die beabsichtigen, ein neues TV-Gerät auf http://www.discount24.de/tv-audio-konsolen/fernseher/c93J zu kaufen.
Warum HDTV das bessere Fernsehen ist
Unter High Definition Television, kurz HDTV, versteht man eine Reihe neuer Fernsehnormen, die gegenüber dem Standard Definition Television (SDTV) eine höhere Auflösung besitzen. Zum HDTV-Standard gehört unter anderem 720p, 1080i und 1080p. Fernsehsendungen werden in diesen Formaten mit 720 Zeilen beziehungsweise 1080 Zeilen im Seitenverhältnis 16:9 gesendet. Die ersten im Handel erhältlichen Fernseher waren „HD ready“ und konnten maximal eine Auflösung von 720p darstellen. Erst später kamen Geräte mit „Full HD“-Auflösung auf den Markt, die Inhalte in 1080p darstellen konnten.
Zum Vergleich: SDTV sendet Fernsehprogramme mit nur 576 Zeilen, HDTV dagegen besitzt ein Signal von 720 oder 1080 Zeilen. Weil dadurch mehr Pixel in eine Zeile passen, wird das Bild sichtbar schärfer. Ein HDTV-Signal in 1080p hat fünf Mal mehr Pixel als das konventionelle SDTV-Bild.
Von der erhöhten Auflösung profitieren nicht nur im Fernsehen ausgestrahlte Filme und Sendungen, sondern auch andere Geräte, die an den HD-Fernseher angeschlossen werden: Dazu gehören in erster Linie Blu-ray-Player und Spielekonsolen, welche diese Auflösungen unterstützen. Filme auf Blu-ray werden in 1080p dargestellt und bieten im Gegensatz zu einer DVD eine weitaus höhere Auflösung und somit ein schärferes Bild. Aktuelle Spielekonsolen profitieren ebenfalls von der 1080p-Auflösung und können Spiele noch schärfer darstellen als auf einem veralteten Fernseher.
Full HD oder HD ready?
Zugegeben, die Fernseher mit HD ready sind beinahe ausgestorben, es gibt sie aber noch immer. Die „kleine“ HD-Auflösung mit 720 Bildzeilen ist in erster Linie bei den sehr günstigen Plasmafernsehern noch zu finden. Verbraucher sollten sich nur dann auf diesen Kompromiss einlassen, wenn sie einen kleinen Fernseher mit einer Bilddiagonale von 32 Zoll und weniger kaufen möchten oder sie einen Zweitfernseher für das Schlafzimmer suchen. Bei großen Bilddiagonalen von 40 Zoll und mehr dagegen macht die Auflösung einen großen Unterschied - dieser Fernseher sollte unbedingt Full HD sein.
Übrigens: Wenn Sie sich doch nur ein HD-ready-Gerät leisten können, greifen sie ruhig zu. Im Vergleich zum alten Fernseher ist der Qualitätssprung unglaublich groß.
Der Nachfolger von HDTV steht übrigens schon fest und wird als „Ultra High Definition Television“ (UHDTV) bezeichnet. Dieses TV-Format wird die Auflösungen 4K und 8K unterstützen und findet in Japan bereits im kommenden Jahr Anwendung. Sendungen werden in 3840 x 2160 oder 7680 × 4320 Pixel mit einer Bildrate von 120 Hz und einem 22.2-Kanal-Ton ausgestrahlt. Über diesen neuen Standard müssen sich die Verbraucher in Deutschland allerdings noch keine Gedanken machen. Die meisten Sender strahlen noch nicht einmal HDTV aus, bis UHDTV hierzulande erhältlich sein wird, werden noch viele Jahre vergehen. Der Kauf eines Full-HD-Fernsehers ist somit mehr als ausreichend.
Technologie: Plasma oder (O)LED?
Die Hersteller von Fernsehern haben sich in mehrere Bereiche gespalten: Auf der einen Seite gibt es die Hersteller von Plasma-Geräten, auf der anderen Seite Fabrikanten von LCD-Fernsehern. Die Spaltung der beiden Parteien liegt bei der „magischen“ 50-Zoll-Grenze. Über diesem Wert dominieren die Plasmas, darunter die LCDs. Plasmas haben den Vorteil, dass sie besonders hohe Kontrastwerte bieten - die Farbe Schwarz ist dementsprechend auch wirklich Schwarz. Diese Geräte eignen sich in erster Linie für das Heimkino und weniger helle Räume. Nachteil der Technologie ist der recht hohe Stromverbrauch.
Im Gegensatz zum Plasma dominiert der LCD bei den kleineren Geräten. Zwar sind LCD-Fernseher den Plasmas in puncto Kontrastwerte und Farben unterlegen, in den letzten Jahren konnten die Hersteller dieser Fernseher unter anderem dank der Verwendung der LED-Technik gutmachen. LED-Fernseher sind eigentlich keine echten LED-Geräte, sondern LCD-Produkte, die die LED-Technik zur Hintergrundbeleuchtung nutzen. Dadurch erreichen sie hohe Kontrastwerte und einen niedrigen Verbrauch bei gleichzeitig sehr kompakten Maßen.
Noch nicht bezahlbar aber bereits im Kommen sind OLED-Geräte: Diese Fernseher nutzen die neuste TV-Technik und werden aktuell auf den großen Messen der Welt präsentiert. Derzeit kann allerdings keine Fabrik die organischen Displays kostenverträglich produzieren, sodass eine Massenproduktion noch einige Jahre dauern kann.
Bilddiagonale: Ist größer automatisch besser?
Bei der Wahl des neuen Fernsehers müssen Interessierte früher oder später überlegen, wie groß dieser sein soll. Die Größe des Fernsehers richtet sich an folgenden Kriterien:
- Budget
- vorhandener Platz
- Abstand zum TV
Ein kleiner Fernseher wirkt in einem großen Wohnzimmer verloren. Gleichzeitig überlädt ein großes Gerät kleine Zimmer. Wer auch dazu gezwungen ist, sehr nahe am Fernseher zu sitzen, sollte benötigt keine große Bilddiagonale. Die Faustregel besagt, dass man optimal sitzt, wenn der Abstand zum Fernseher etwa dreimal so groß ist wie die Bilddiagonale des Gerätes. Wer sich also ein 42-Zoll-Gerät gönnt, sollte etwa zwei Meter davon entfernt sitzen.
Diese Faustregel ist allerdings etwas tückisch, denn unsere Augen sind der limitierende Faktor in puncto Schärfewahrnehmung. Eine viel größere Rolle spielt somit die Pixeldichte des Fernsehers, welche in dpi angegeben wird. Dieser Wert gibt an, wie viele Bildpunkte sich in einem Bereich befinden. Bei Bildschirmen spricht man in diesem Fall von Pixel per Inch (ppi), also wie viele Pixel sich in einem Bereich von 2,54 Zentimetern befinden. Optischen Studien zufolge können Menschen bei einem Betrachtungsabstand von zwei Metern maximal 37 ppi wahrnehmen. Dies entspricht bei einem 42-Zoll-Fernseher der HD-ready-Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Bei einer solchen Auflösung kann ein Mensch somit nicht mehr wahrnehmen.
Um somit die optimale Bildschärfe zu erreichen, bietet sich ein 50-Zoll-Gerät an. Dann kann die Full-HD-Auflösung auch komplett genossen werden.
Nachfolgend eine Tabelle mit dem perfekten Betrachtungsabstand für alle gängigen Bilddiagonalen:
| Bilddiagonale | Full-HD |
|---|---|
| 32 Zoll | 1,2 m |
| 46 Zoll | 1,7 m |
| 55 Zoll | 2,0 m |
| 65 Zoll | 2,4 m |
| 80 Zoll | 3,0 m |
| 150 Zoll | 5,6 m |
Der Trend zu 3D
Seit 2010 verkaufen Elektronikhändler auch TV-Geräte, die dreidimensionale Inhalte wiedergeben können. Der 3D-Effekt wird mit zwei unterschiedlichen Techniken erzielt:
- Shuttertechnik: Per Infrarot und Bluetooth stellt sich die Brille auf die Bildfrequenz des Fernsehers ein und sendet das passende Signal. Diese Brillen sind relativ teuer und schwer.
- Polarisationstechnik: Die aus den 3D-Kinos bekannte Technik arbeitet mit unterschiedlich polarisierten Lichtfiltern. Diese Brillen sind leichter und günstiger, halbieren jedoch die Auflösung.
Obwohl 3D mit der Ausstrahlung von Avatar im Kino boomte, hat sich der Aufschwung mittlerweile gelegt. 3D-Fernseher fanden nicht so viele Abnahmen wie die HD-Fernseher und das erkennt man auch an den Filmen. Nur noch wenige 3D-Filme gelangen ins Kino und auf Blu-ray. Der Kauf eines solchen Fernsehers ist aus diesem Grund bis aufs Weitere nicht empfehlenswert.


