Euro bleibt unter Druck – US-Daten im Fokus der Märkte

Der Euro zeigte sich am Mittwoch nach einem turbulenten Wochenstart leicht schwächer. Am Vormittag notierte die europäische Einheitswährung bei 1,1830 US-Dollar, was einen marginalen Rückgang im Vergleich zum Vorabend darstellt. Die Europäische Zentralbank hatte zuvor ihren Referenzkurs auf 1,1826 US-Dollar festgelegt, im Vergleich zu 1,1855 Dollar am vorherigen Montag. Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sehen ein erhöhtes Risiko für eine weitere Abwärtsbewegung aus markttechnischer Perspektive.
Am Dienstag war der Euro kurzzeitig aus seiner Seitwärtsspanne ausgebrochen, ein Effekt, der durch enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland verstärkt wurde. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung meldete einen unerwarteten Rückgang der Konjunkturerwartungen. Im späteren Handelsverlauf erholte sich der Euro in Einklang mit den europäischen Aktienmärkten.
Am Mittwoch verlagert sich das Augenmerk der Anleger auf wichtige US-Wirtschaftsdaten. Laut Experten von Helaba erwarten die Märkte einen signifikanten Rückgang bei den Bestellungen langlebiger Güter, während für die Industrieproduktion eine stabile Entwicklung prognostiziert wird.
Das britische Pfund zeigte sich unbeeindruckt von den britischen Inflationsdaten. Die Teuerungsrate hatte sich zu Jahresbeginn wie prognostiziert stark abgeschwächt. In Kombination mit den am Dienstag veröffentlichten schwachen Arbeitsmarktdaten könnte dies die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Bank of England im März erhöhen. Dennoch bleibt eine zweite Zinssenkung aufgrund der anhaltenden Inflation im Dienstleistungssektor unsicher, so der Volkswirt Rob Wood von Pantheon Macroeconomics.

