Resident Evil Neuverfilmung – Regisseur Zach Cregger darf Franchise nach eigenem Gutdünken umgestalten
Das kommende Resident-Evil-Filmreboot verspricht einen frischen Wind für die Horrorreihe, doch wie weit werden die Änderungen gehen? Regisseur Zach Cregger hatte bereits bestätigt, dass die Geschichte vollkommen eigenständig sein wird, doch nun enthüllt Constantin-Film-CEO Oliver Berben, dass dem Filmemacher absolute Gestaltungsfreiheit gewährt wurde. Diese ungewöhnliche Carte blanche wirft Fragen auf, wie stark sich die neue Verfilmung vom etablierten Survival-Horror-Universum entfernen wird. Was genau diese kreative Freiheit bedeutet und inwiefern Cregger dennoch den Regeln des Franchise treu bleiben möchte, erfährst du hier bei uns.
Milliardenschweres Franchise öffnet Türen für neue Generation
Im Gespräch mit Deadline erläuterte Oliver Berben, CEO von Constantin Film, dass der bisherige Erfolg der Resident-Evil-Reihe es ermöglicht, einer neuen Generation ihre eigene Stimme zu verleihen – und zwar weit über eine bloß neue Geschichte hinaus. „Mit Resident Evil hatten wir eine unglaubliche Reise mit einer der erfolgreichsten internationalen Marken, die über viele Jahre mehr als eine Milliarde Dollar an den Kinokassen eingespielt hat, und jetzt erschaffen wir etwas Neues, nicht nur eine neue Story-Idee, sondern wir erlauben einer neuen Generation, die Marke in ihre eigenen Hände zu nehmen und etwas Andersartiges zu formen“, sagte Berben. Er betonte weiter, dass Cregger „Carte blanche erhalten hat, um mit dieser Marke zu tun, was immer er möchte“. Wie weitreichend diese Freiheit die Geschichte des Films beeinflussen wird, ist derzeit unbekannt, doch sie signalisiert einen mutigen Schritt seitens des Rechteinhabers.
Treue zum Spieluniversum trotz kreativer Freiheit
Bereits im August 2025 hatte Cregger jedoch betont, dass die neue Geschichte den Regeln des Resident-Evil-Universums treu bleiben werde. Als bekennender Fan der Spiele bezeichnete er die Geschichte als „Liebeserklärung an die Spiele“, die „den Regeln der Spiele folgt“. „Lasst mich das klarstellen: Das bricht nicht die Regeln der Spiele“, erklärte Cregger. „Ich bin der größte Verehrer der Spiele, also erzähle ich eine Geschichte, die eine Liebeserklärung an die Spiele ist und den Regeln der Spiele folgt. Sie ist dem Hintergrund der Spiele gehorsam, es ist einfach eine andere Geschichte. Ich werde nicht Leons Geschichte erzählen, weil Leons Geschichte bereits in den Spielen erzählt wird. Die Fans haben das bereits.“ Er erkannte auch Resident-Evil-Anhänger an, die sich eine Geschichte näher an den Spielen gewünscht hätten, und merkte pragmatisch an: „Sie können das Spiel spielen.“ Diese Haltung verdeutlicht, dass Cregger zwar neue Wege beschreiten möchte, jedoch nicht willkürlich mit dem etablierten Kanon bricht.
Erfahrener Horror-Regisseur mit spannungsgeladenem Ansatz
Es ist bemerkenswert, dass Cregger beträchtliche Erfahrung im Horrorgenre mitbringt, da er zuvor bei Barbarian und Weapons als Regisseur und Drehbuchautor tätig war. Beide Filme spielen in urbanen Umgebungen und konzentrieren sich auf stetig wachsende Spannung, die graduell über den Verlauf der Geschichte freigesetzt wird. Diese Inszenierungsweise könnte sich hervorragend für eine Resident-Evil-Adaption eignen, die auf atmosphärischem Grauen basiert. Cregger sprach bereits über die Resident-Evil-Spiele und wie der Film daraus Inspiration schöpfen wird. Er erwähnte hochspannende Momente wie das Durchqueren eines dunklen Flurs mit nahezu keiner Gesundheit, in ständiger Furcht vor etwas hinter der nächsten Ecke, das dich töten könnte. „Es gibt einen Moment, der in nahezu jedem Resident-Evil-Spiel vorkommt, in dem du dich in einem dunklen Gang wiederfindest, deine Gesundheit ist fast bei null und es gibt keinen Weg drumherum“, sagte er. „Du musst hindurch, aber du weißt, dass etwas Schreckliches für dich in der Dunkelheit lauert.“
Film folgt klassischer Horrorstruktur mit zentralem Protagonisten
„Das ist ein Nervenkitzel, den die Resident-Evil-Spiele perfektioniert haben. Mein Film wird im Geiste dieser Spiele aufgebaut sein und folgt einem zentralen Protagonisten von Punkt A zu Punkt B, während sie tiefer in die Hölle hinabsteigen“, erläuterte Cregger seine Vision. Diese Beschreibung lässt auf eine konzentrierte, charaktergetriebene Erzählung schließen, die sich von den actionlastigen früheren Verfilmungen mit Milla Jovovich unterscheidet. Der Resident-Evil-Film soll am 18. September in die Kinos kommen. Fans der Reihe haben jedoch bereits vorher Grund zur Vorfreude, denn am 27. Februar erscheint Resident Evil Requiem für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Die Kombination aus Creggers Horror-Expertise, seiner erklärten Liebe zu den Spielen und der gewährten kreativen Freiheit könnte zu einer Verfilmung führen, die sowohl eigenständig als auch respektvoll gegenüber dem Ausgangsmaterial ist.


