Rallye an den Börsen – Dow Jones erreicht neuen Höchststand

An der Wall Street wurde mit einem neuen Kursrekord des Dow Jones Industrial gejubelt, was auch die europäischen Börsen beflügelte. Einen Tag nach der erwarteten Zinssenkung der US-amerikanischen Notenbank Fed kletterte der EuroStoxx 50 um 0,8 Prozent auf 5.753,96 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit November.
Die geldpolitischen Maßnahmen der Fed stimmen die Anleger optimistisch. 'Die US-Notenbank hat nicht nur den Leitzins gesenkt, sondern auch zusätzliche Liquidität bereitgestellt', erklärte Eckhard Schulte von MainSky Asset Management. Kurz vor Weihnachten beschert die Fed den Aktienmärkten damit genau das erhoffte Geschenkpaket: Günstigere Zinsen und mehr Mittel für den Geldmarkt.
Dagegen zeigten sich Investoren außerhalb der Eurozone zurückhaltender. So konnte der britische FTSE 100 nur um moderate 0,49 Prozent zulegen und der Schweizer SMI fiel leicht um 0,13 Prozent.
Einen Dämpfer mussten die Märkte jedoch mit den enttäuschenden Jahresendzahlen von Oracle hinnehmen. Besonders die Cloud-Sparte enttäuschte die Erwartungen, was die Aktien des Unternehmens einbrechen ließ und den europäischen Technologiesektor belastete. Auch Branchengrößen wie SAP und ASML wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Der Chemiesektor steht weiterhin unter Druck. Experten der Citigroup prognostizieren aufgrund struktureller und wirtschaftlicher Herausforderungen weiterhin schwierige Zeiten bis 2026.
Der Sektor der alkoholischen Getränke erlebte hingegen einen Aufschwung. Barclays hob die Kursziele für Pernod Ricard, AB Inbev und Diageo an und empfiehlt sie daher als überdurchschnittlich zu berücksichtigen. Diese Titel gewannen um 2 bis 3 Prozent an Wert.
Positives Feedback erhielt auch Schneider Electric nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms in Höhe von bis zu 3,5 Milliarden Euro bis 2030. Das Unternehmen rechnet zudem mit einer erhöhten Profitabilität in den nächsten Jahren, was die Aktie um 2,4 Prozent steigen ließ.

