Putin wirft EU vor: Kreml erhebt Vorwürfe gegen eingefrorene Vermögenswerte

Kremlchef Wladimir Putin hat der Europäischen Union vorgeworfen, einen "Raub" russischer Staatsreserven versucht zu haben, der jedoch vorerst gescheitert sei. In einer TV-Sendung in Moskau betonte Putin, Russland werde weiterhin seine Interessen verteidigen und neutrale Gerichtshöfe anstreben, um die Rückführung der eingefrorenen Milliardenbeträge in der EU zu erreichen. Er äußerte die Zuversicht, dass solch unrechtmäßig beschlagnahmtes Vermögen früher oder später zurückgegeben werden müsse.
Putin reagierte auf die Entscheidungsfindung der EU, Milliarden-Kredite zur Unterstützung der Ukraine aufzunehmen. Diese Maßnahme führe laut Putin zu einer gesteigerten Verschuldung der EU-Staaten, darunter auch Frankreich. Weiterhin äußerte der russische Präsident Bedenken, dass das Streben der EU, russische Staatsgelder zu verwenden, das Vertrauen in den Finanzmärkten untergraben könnte.
Die EU hatte sich in der Nacht darauf geeinigt, die Ukraine mit insgesamt 90 Milliarden Euro in Form von zinsfreien Krediten zu unterstützen. Ein Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz, die eingefrorenen russischen Vermögenswerte zur Finanzierung dieser Unterstützung zu nutzen, fand allerdings keine Mehrheit.

