Puma schwächelt: Ein unruhiger Tag für die 'schnelle Katze'
Der Donnerstag brachte für Puma einen deutlichen Rückschlag. Nach enttäuschenden Geschäftszahlen fiel der Aktienkurs des Sportartikelherstellers um 14 Prozent und notierte zuletzt bei rund 36 Euro.
Dabei hatten die Puma-Papiere noch am Vortag gemeinsam mit denen von Adidas von positiven Quartalszahlen des Rivalen profitiert, doch während Adidas mit einem moderaten Kursplus weitgehend unbeeindruckt blieb, erlebte Puma ein wahres Kursbeben. Im vierten Quartal erzielte Puma zwar ein höheres operatives Ergebnis, blieb jedoch hinter den Markterwartungen zurück.
Diese Entwicklung überraschte einige Anleger negativ, insbesondere nachdem Adidas in der jüngsten Vergangenheit deutlich positivere Ergebnisse vorgelegt hatte. 'Während bei Adidas weiter Samba getanzt wird, hat Puma an Dynamik verloren', bemerkte ein Börsianer mit einem Augenzwinkern in Anlehnung an die beliebten Sneaker des Herstellers.
Analysten sind skeptisch, insbesondere Barclays-Analystin Wendy Liu, die mehr Fragen als Antworten bei Puma sieht. Auch das Bankhaus Metzler äußerte Bedenken hinsichtlich der Lifestyle-Verkaufstrends. Felix Dennl, Analyst bei Metzler, reagierte mit der Entscheidung, die Kaufempfehlung für Puma aufgrund der schwachen Daten und der begrenzten Anpassungsmöglichkeiten an steigende Markterwartungen zurückzuziehen.
Während Adidas seit längerem kursmäßig gut dasteht und innerhalb eines Jahres rund die Hälfte an Wert gewonnen hat, leidet Puma. Im gleichen Zeitraum fiel Puma am Donnerstag um etwa 16 Prozent.
Besonders problematisch für Puma war der Jahresstart, der 2025 bereits ein Minus von 19 Prozent verzeichnete, wohingegen Adidas in diesem Jahr ein Plus von über neun Prozent erreichte. Es gab jedoch auch Lichtblicke. Jörg Frey von Warburg Research hob hervor, dass Puma trotz verfehlter Erwartungen und verschobener Margenziele für 2027 auf eine Wachstumsbeschleunigung im Jahr 2025 hofft.

