Psychische Probleme weiterhin häufigste Ursache für Erwerbsminderung

10. Juli 2017, 11:12 Uhr · Quelle: finanzen.de

Vor allem psychische Störungen führen dazu, dass Berufstätige ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen können. Fast jede zweite Frau und mehr als jeder dritte Mann müssen demnach ihre Berufstätigkeit zumindest einschränken. Das zeigen aktuelle Zahlen zu den Ursachen für eine Erwerbsminderung zeigen. Aber auch andere Erkrankungen können die Berufslaufbahn vorzeitig beenden.

Menschen, die weniger als drei Stunden täglich arbeiten können, gelten als erwerbsgemindert. Ist noch eine Tätigkeit von bis zu sechs Stunden möglich, spricht man von einer halben Erwerbsminderung. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Neben klassischen Berufskrankheiten können Unfallfolgen, Erkrankungen wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Probleme zu einer Erwerbsminderung führen.

Aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung aus dem Jahr 2016 zeigen allerdings, dass die mit Abstand häufigste Ursache in psychischen Störungen begründet liegt. Probleme wie Depressionen oder Zwangsneurosen sind sogar bei 49,0 Prozent der Frauen Ursache für die Erwerbsminderung, bei den Männern liegt der Anteil bei 36,5 Prozent.

Am häufigsten müssen Berufstätige eine Erwerbsminderungsrente beantragen aufgrund von

  1. Psyche - 42,8 Prozent
  2. Bewegungsapparat - 13,1 Prozent
  3. Krebserkrankungen - 12,8 Prozent
  4. Herz-/Kreislaufsystem - 9,3 Prozent
  5. Nervensystem - 6,5 Prozent

Psyche als Ursache: Erwerbsminderung betrifft alle Berufsgruppen

Der hohe Anteil der psychischen Ursachen bei Berufstätigen, die im letzten Jahr zum ersten Mal eine Erwerbsminderungsrente erhalten haben, verdeutlicht, dass längst nicht mehr nur Menschen in körperlich anstrengenden Berufen betroffen sind. Auch Personen, die keinerlei oder nur leichte körperliche Arbeit verrichten, können bereits lange vor dem regulären Rentenalter gezwungen sein, ihren Job aufzugeben.

Dabei wird eine Erwerbsminderungsrente von der gesetzlichen Rentenversicherung nur dann gezahlt, wenn der Betroffene nicht oder nur noch zeitlich eingeschränkt erwerbstätig sein kann. Das bedeutet, dass keine Rentenansprüche bestehen, wenn noch eine Tätigkeit in einem anderen Beruf möglich ist. Hier zahlt nur die private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), sofern eine Berufsunfähigkeit von in der Regel mindestens 50 Prozent besteht.

Was erhalten Menschen bei Erwerbsminderung und Berufsunfähigkeit?

Bei der Leistungshöhe gibt es zwischen der gesetzlichen und der privaten Versorgung ebenfalls Unterschiede. So richtet sich die Erwerbsminderungsrente unter anderem nach dem bisherigen Einkommen und den bereits gesammelten Ansprüchen für die Altersrente. Oftmals ergibt sich dabei eine Leistungshöhe, die in etwa 30 bis 40 Prozent des letzten Bruttoeinkommens entspricht. Bei einer halben Erwerbsminderung wird entsprechend nur die Hälfte der Rente ausgezahlt.

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist hingegen weitgehend einkommensunabhängig. Welche Leistung der Versicherte im Falle einer Berufsunfähigkeit erhält, ist abhängig vom Vertrag. Meist muss die BU-Rente aber in einem angemessenen Verhältnis zum Einkommen des Versicherten stehen. Einige Gesellschaften sehen beispielsweise eine Rente in Höhe von maximal 70 Prozent des letzten Bruttoeinkommens vor.

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Nervenkrankheiten auch bei Berufsunfähigkeit auf Platz eins der Ursachen

Der Vergleich der Ursachen für Berufsunfähigkeit und Erwerbsminderung zeigt, dass es deutliche Ähnlichkeiten gibt. Zwar ist der Anteil von psychischen und Nervenerkrankungen bei der Berufsunfähigkeit nicht ganz so hoch wie bei der Erwerbsminderung. Mit 31 Prozent liegen diese jedoch noch immer an der Spitze, gefolgt von Krankheiten des Bewegungsapparates mit 21 Prozent.

Berufsunfähigkeitsversicherung
[finanzen.de] · 10.07.2017 · 11:12 Uhr
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