PSSR 2 könnte die PS5 Pro endlich zur „Super-Konsole“ machen, die sie sein soll
PlayStation bereitet das bislang größte Upgrade für seine hauseigene Upscaling-Technologie vor. PSSR 2, intern auch MFSR2 (Multi-Frame Super Resolution 2) genannt, soll 2025 nicht einfach nur eine neue Version werden, sondern eine komplett überarbeitete Rendering-Pipeline, die Bildqualität drastisch verbessert, GPU-Last senkt und typische PSSR-Probleme wie Artefakte oder Flimmern deutlich reduziert. Für PS5 Pro-Besitzer könnte das der entscheidende Schritt werden, der die Konsole klar von der normalen PlayStation 5 absetzt. Bisher ist man sich nämlich nicht sicher, warum man mehr Geld ausgegeben hat.
Ein absoluter Gamechanger ist Sonys neue interne App PSML Replay. Das Tool erlaubt Entwicklern, PSSR-Fehler Bild für Bild nachzuvollziehen und gezielt zu fixen. Besonders erwähnenswert: Sony ist sich der jüngsten Probleme bewusst, etwa der auffälligen Artefakte in Silent Hill F und reagiert nun direkt.
Entwickler, die Einblick in die neuen Materialien haben, berichten sogar, dass Sonys Support-Tools inzwischen umfangreicher sind als AMDs Werkzeuge für FSR 3 und FSR 4. Das ist bemerkenswert und zeigt, wie ernst Sony das Thema nimmt. Die Ziele sind klar ausgelegt: weniger Bugs, schnellere Patches und gleichmäßige Bildqualität in allen Spielmodi.
MFSR2: Der interne Name verrät die Dimension des Upgrades
In aktualisierten Entwicklerdokumenten taucht immer häufiger der Begriff MFSR2 auf. Das klingt nach einem Ersatz für PSSR, ist aber tatsächlich der interne Entwicklungsname von PSSR 2. Schon das allein macht deutlich, dass es hier nicht um eine „Version 1.1“ geht, sondern um einen technischen Neustart.
Mehrere Quellen bestätigen, dass PSSR 2 auf einem vollständig neu konstruierten Algorithmus basiert. Dieser soll:
- weniger Input-Daten benötigen,
- deutlich weniger Speicher verbrauchen,
- GPU-Auslastung verringern,
- spürbar bessere Bildqualität liefern,
- und das Ganze über eine neue API verfügbar machen.
Kurz gesagt: PSSR 2 ist für Sony das, was FSR4 für AMD ist. Ein Generationssprung, kein kleines Update. Das bedeutet allerdings auch: Spiele müssen einzeln gepatcht werden. Ein simples System-Update macht PSSR2 nicht automatisch aktiv. Ein optionaler „Force PSSR2“-Modus in den Systemeinstellungen könnte kommen, aber das ist laut Entwicklerkreisen derzeit nicht sicher (wie Noobfeed.com zuerst berichtete).
PSSR bleibt bestehen – Sony trennt sich nicht von FSR, aber setzt voll auf eigene Technologie
Die Dokumentation macht unmissverständlich klar: PSSR2 existiert parallel zu FSR4. Und Sony plant nicht, AMDs Upscaling zu übernehmen oder PSSR einzustampfen.
Stattdessen verfolgt Sony eine langfristige Strategie. Eine eigene PlayStation-Upscaling-Roadmap, die perfekt auf die hauseigene Hardware zugeschnitten ist. Während AMD 2025 FSR4 für die PS5 Pro implementiert, möchte Sony mit PSSR2 mindestens gleichziehen, wenn nicht sogar darüber hinausgehen.
Wenn PSSR 2 Anfang des Jahres 2026 ausgerollt wird, sollen gut unterstützte Spiele sofort profitieren:
- sichtbar schärfere Bilder
- geringeres Flimmern (Shimmering)
- weniger Artefakte
- glattere Kamerabewegung
- niedrigere Speicheranforderungen
- spürbare Entlastung der GPU
Sony reagiert damit direkt auf die Kritik der vergangenen Monate. Diese war laut, deutlich und völlig zurecht. Nicht falsch verstehen: PSSR (1) war gut, aber inkonsequent. Mit PSSR2 möchte Sony diesen Ruf drehen. Damit möchte man mit DLSS 4 von Nvidia gleichziehen.
Wenn sich die geleakten Informationen bestätigen, steht der PS5 Pro ein echter Qualitätsschub bevor. Nicht als Marketing-Floskel, sondern technisch begründet.


