Provokationen aus dem Kreml: Europas Dilemma im Umgang mit Russland
Der russische Präsident, Wladimir Putin, scheint mit Genugtuung die Reaktionen des Westens auf seine wiederholten militärischen Provokationen zu beobachten. Während einige westliche Stimmen den rigorosen Abschuss russischer Flugzeuge, die den NATO-Luftraum verletzen, fordern, warnen andere vor einer Eskalation des Konflikts.
Die uneinheitlichen Reaktionen innerhalb der NATO zeigen ein altbekanntes Bild: anstelle einer geschlossenen, durchsetzungsstarken Haltung tritt der Eindruck eines endlosen Debattierclubs zutage. Die EU droht mit sanktionierenden Maßnahmen, die jedoch oft nur halbherzig und nicht konsequent umgesetzt werden. Dies führt letztlich dazu, dass die Entschlossenheit Europas in den internationalen Beziehungen zunehmend angezweifelt wird.
Dabei verfolgt Putin, so Experten, gezielt das Ziel, die politische Einheit der EU zu schwächen. Indem er immer wieder Spannungen provoziert und Europa damit in die Selbstreflexion schickt, riskiert die EU, sich langfristig geopolitisch zu isolieren.

