Proteste gegen Trump: Zehntausende demonstrieren in den USA und Deutschland
Proteste gegen Trump: Zehntausende demonstrieren in den USA und Deutschland
## Proteste in den USA
In zahlreichen Städten der Vereinigten Staaten sind Bürgerinnen und Bürger gegen die Regierung von Präsident Donald Trump auf die Straße gegangen. Unter dem Motto **"No Kings"** wurden am vergangenen Samstag landesweit Proteste in allen 50 Bundesstaaten angekündigt, die auch international Widerhall fanden, unter anderem in mehreren deutschen Städten. Die Demonstrierenden forderten die Absetzung und Verhaftung Trumps.
## Zehntausende in Washington
In Washington D.C. zogen am Morgen geschätzt **Zehntausende** Menschen über die Memorial Bridge in Richtung Innenstadt. Eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete von einer lebhaften Atmosphäre, in der auch viele ältere Menschen vertreten waren. Die Organisatoren, ein Zusammenschluss verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen, erwarteten laut Medienberichten landesweit etwa **3000 Kundgebungen** mit insgesamt rund **neun Millionen** Teilnehmern. Diese Proteste wurden als eine der größten Mobilisierungen in der Geschichte der USA bezeichnet, auch wenn die Zahlen bislang nicht unabhängig verifiziert wurden.
## Warnungen vor Faschismus
Die Demonstranten in Washington warnten in Sprechchören vor **"Faschisten im Weißen Haus"**. Eine Pappfigur, die den Vizestabschef Stephen Miller darstellen sollte, wurde mit dem Namen **"Adolf"** versehen, um auf die vermeintlichen autoritären Tendenzen der Trump-Regierung hinzuweisen. Viele Teilnehmer wollten auch ein Zeichen setzen, dass es in den USA Protest gegen die Trump-Politik gibt, wie eine Demonstrantin, die gegen die vorübergehende Schließung des Kennedy Centers protestierte, betonte.
## Zentrale Veranstaltung in Minnesota
Die größte Kundgebung fand in **St. Paul**, Minnesota, statt, wo bis zu **100.000 Teilnehmer** erwartet wurden. Hintergrund sind umstrittene Einsätze von Bundesbehörden zur Bekämpfung illegaler Migration, die in der Region bereits zu wochenlangen Protesten geführt hatten. Bei diesen Einsätzen waren auch zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten ums Leben gekommen. Zu den angekündigten Rednern zählten prominente Persönlichkeiten wie **Bruce Springsteen**, **Joan Baez** und **Jane Fonda**, sowie der unabhängige Senator **Bernie Sanders**.
## Proteste auch in Deutschland
Auch außerhalb der USA gab es Solidaritätskundgebungen. In Deutschland fanden unter anderem in **Hamburg**, **München**, **Frankfurt am Main** und **Düsseldorf** Demonstrationen statt. In Berlin warfen einige hundert Demonstranten Trump Angriffe auf die Demokratie vor und kritisierten die Einwanderungsbehörde ICE. In München versammelten sich laut Polizeiangaben bis zu **600 Menschen** auf dem Odeonsplatz, während in Frankfurt rund **120 Teilnehmer** zusammenkamen.
## Reaktion des Weißen Hauses
Das Weiße Haus reagierte auf die Proteste und bezeichnete die Veranstaltungen als Treffen einer kleinen, von linken Netzwerken unterstützten Gruppe, die keine breite Unterstützung in der Bevölkerung genieße. Diese Einschätzung wurde jedoch von den Organisatoren und vielen Teilnehmern vehement zurückgewiesen.

