Project Pantheon: Wolcen Studio stellt Dark-Fantasy-Extraction-RPG im neuen Entwicklervideo vor
Wolcen Studio, bekannt für sein visuell opulentes Action-RPG, bricht das Schweigen und gewährt in einem ausführlichen Entwickler-Interview erstmals einen tiefen Einblick in die Seele seines nächsten großen Wurfs: Project Pantheon. In dem Video mit dem schlichten Titel „Was ist Project Pantheon?“ nehmen uns die kreativen Köpfe – Narrative Director Adam Dowden, Game Director Andrei Chirculete und Art Director Elliot Bocxtaele – mit auf eine Reise in ein Universum, das düsterer, brutaler und konzeptionell wagemutiger kaum sein könnte. Sie enthüllen eine Welt, in der du keinen strahlenden Helden spielst, sondern einen Agenten, der direkt vom Tod, einer kosmischen Entität, rekrutiert wird, um in einer von Mythen heimgesuchten Realität für Ordnung zu sorgen.
Die Geburt des „ExtrAction-RPGs“
Der Kern von Project Pantheon ist ein innovativer und hochriskanter Genre-Cocktail. Stell dir die isometrische Perspektive und das rasante, fähigkeitenbasierte Gemetzel eines klassischen ARPGs wie Diablo vor. Nun injiziere diesem Kern die gnadenlose, nervenzerfetzende Anspannung eines Extraction-Shooters à la Hunt: Showdown oder Tarkov. Jede Mission ist ein Vorstoß ins Unbekannte, ein hochriskanter Beutezug, bei dem jeder Schritt dein letzter sein könnte. Dein Ziel ist es nicht nur, wertvolle Artefakte zu bergen und monströse Kreaturen zu vernichten, sondern vor allem, lebendig zu entkommen. Das befriedigende Gefühl, nach einem erfolgreichen Coup durch ein Portal in die Sicherheit zu springen, während dir die Hölle im Nacken sitzt, soll die zentrale emotionale Triebfeder des Spiels werden.
Reisen auf den Knochen der Götter
Das visuelle Worldbuilding verspricht, eine Klasse für sich zu werden. Project Pantheon entfesselt eine Welt, in der alle Mythen, Legenden und Religionen gleichzeitig und chaotisch real sind. Das Besondere daran: Die Landschaften werden von den kolossalen, leblosen Körpern „toter Götter“ dominiert. Diese gefallenen Gottheiten sind keine bloße Kulisse, sondern gigantische, erkundbare Landmarken, die ihre eigenen Geschichten erzählen und einzigartige spielerische Anreize bieten. Stell dir vor, du kämpfst dich durch die gefrorenen Rippen eines nordischen Eisriesen, plünderst einen griechischen Tempel, der auf dem steinernen Haupt einer vergessenen Gottheit errichtet wurde, oder erkundest die Ruinen einer ägyptischen Pyramide, die aus dem Kadaver eines Schakalgottes gehauen wurde. Dieser Ansatz verspricht eine visuelle Wucht und eine Form des Umgebungs-Storytellings, die man in diesem Genre so noch nicht gesehen hat.
Ein Hauch von Gameplay, ein Ozean an Geheimnissen
Obwohl das Interview tief in die konzeptionellen und narrativen Säulen des Spiels eintaucht, hütet Wolcen Studio sein größtes Geheimnis weiterhin wie einen Schatz: das eigentliche Gameplay. Ein winziger, fast schon provokant kurzer Ausschnitt aus einer Spielszene und die Enthüllung eines Symbols, das das finale Erscheinungsbild prägen wird – mehr geben die Entwickler vorerst nicht preis. Sie bauen gezielt eine Aura des Mysteriums auf, die die Fantasie anregt und die Community hungrig auf mehr macht. Project Pantheon ist kein leises Versprechen; es ist ein lauter, düsterer Ruf aus einer Welt, die darauf wartet, von den mutigsten Agenten des Todes erobert zu werden.


