Prognose für 2025: Leichter Rückgang des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland erwartet

Eine aktuelle Prognose der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) deutet auf einen leichten Rückgang des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland im Jahr 2025 hin. Diese Einschätzung basiert auf einer frischen Hochrechnung, die zeigt, dass sowohl verbrauchssteigernde als auch -senkende Faktoren eine Rolle spielen werden.
Besonders hervorzuheben ist das kühlere Wetter im Februar, März und Oktober, das zu einem gesteigerten Heizenergiebedarf führte. Ohne diesen Wettereffekt wäre der Verbrauch um etwa 1,2 Prozent gesunken, so die Analyse der AGEB.
Interessanterweise könnten sinkende Verbraucherpreise für Kraftstoffe, Heizöl und Erdgas ebenfalls zu einem höheren Energieverbrauch beigetragen haben. Dennoch überwiegen laut AGEB die reduzierenden Faktoren, wie die schwächelnde Chemiekonjunktur, die den Bedarf an Mineralölprodukten drückte.
Insgesamt wird für 2025 ein marginaler Verbrauchsrückgang von 0,1 Prozent vorausgesagt, was einem Gesamtverbrauch von etwa 10.553 Petajoule (PJ) entspricht. Besonders dynamisch zeigt sich der Energiemix: Erneuerbare Energien haben ihren Anteil auf 20,6 Prozent erhöht, während Erdgas auf 26,9 Prozent anstieg. Der Anteil von Mineralöl schrumpfte leicht auf 35,7 Prozent. Auch Kohle verzeichnete Rückgänge, wobei Braunkohle und Steinkohle nun bei 7,2 Prozent und 7,1 Prozent liegen.
Diese Verschiebungen im Energiemix führten zu einer Reduktion der energiebedingten CO2-Emissionen um mehr als sechs Millionen Tonnen, was einem Rückgang von über einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, bestehend aus drei Wirtschaftsverbänden und fünf Forschungsinstituten, ist maßgeblich für diese umfassende Analyse verantwortlich.

