Preiskonflikte in Neuseelands Supermärkten: Strafanzeigen für falsche Preisangaben
Die neuseeländische Wettbewerbsbehörde hat angekündigt, strafrechtliche Schritte gegen die örtliche Einheit von Woolworths sowie gegen die Pak'nSave-Filialen in Silverdale und Mill Street einzuleiten. Der Vorwurf: fehlerhafte Preisangaben und irreführende Angebote, die möglicherweise gegen das neuseeländische Fair Trading Act verstoßen, wie die New Zealand Commerce Commission (NZCC) informierte.
Schon länger steht die Supermarktbranche unter Beobachtung, da klare und exakte Preisangaben von hoher Bedeutung sind. Den fortwährenden Problemen in der Branche sieht die NZCC skeptisch entgegen, wie ihre stellvertretende Vorsitzende Anne Callinan betonte.
Woolworths Neuseeland erklärte, seit geraumer Zeit mit der NZCC in Kontakt zu stehen und die anstehenden Verfahren sorgfältig zu prüfen, sobald sie formell eingereicht werden. Der Geschäftsführer von Woolworths Neuseeland, Spencer Sonn, unterstrich die Relevanz korrekter Preisdarstellung für das Kundenvertrauen, wies jedoch darauf hin, dass Fehler gelegentlich vorkommen können.
Derweil sieht sich Australiens größter Lebensmittelhändler Woolworths, zusammen mit Coles, bereits ähnlichen rechtlichen Herausforderungen durch die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission gegenüber, die irreführende Rabattbehauptungen zum Vorwurf machen. Das Handelshaus Foodstuffs, Inhaber von Pak'nSave und weiterer lokaler Supermärkte, hat auf Anfragen bislang nicht reagiert.

