Preise rund ums Auto legen überdurchschnittlich zu

14. Februar 2025, 08:46 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Autofahren sind im Januar 2025 um 3,2 Prozent gestiegen, wobei Kfz-Versicherungen mit 20,8 Prozent den größten Anstieg verzeichneten. Im Vergleich von 2020 bis 2024 stiegen die Preise im Kraftfahrer-Preisindex um 28,3 Prozent.

Wiesbaden - Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Autofahren sind zuletzt deutlich gestiegen. Der Kraftfahrer-Preisindex lag im Januar 2025 um 3,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit. Der Anstieg binnen Jahresfrist fiel somit überdurchschnittlich aus: Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent zu.

Dabei haben sich die einzelnen Bestandteile des Kraftfahrer-Preisindex unterschiedlich entwickelt: Am deutlichsten verteuerten sich Kfz-Versicherungen mit einem Plus von 20,8 Prozent im Januar 2025 gegenüber Januar 2024. Die Preise für Reparatur, Inspektion, Parkgebühr und Ähnliches stiegen um 5,6 Prozent, auch Fahrschule und Führerscheingebühr verteuerten sich deutlich (+4,6 Prozent).

Die Preise für Neuwagen einschließlich Wohnmobile (+2,8 Prozent), die Miete für Garage und Stellplatz (+1,9 Prozent), Kraftfahrzeugsteuer (+0,6 Prozent), Gebrauchtwagen (+0,4 Prozent) sowie Ersatzteile, Zubehör und Pflegemittel (+0,4 Prozent) nahmen dagegen vergleichsweise moderat zu. An der Zapfsäule mussten die Verbraucher im Januar 2025, trotz Erhöhung der CO2-Bepreisung zu Jahresbeginn, etwa gleich viel bezahlen wie vor einem Jahr - Kraftstoffe waren um 0,1 Prozent günstiger als im Januar 2024 (darunter Dieselkraftstoff: -0,9 Prozent; Superbenzin: +0,1 Prozent; Autogas +0,2 Prozent).

Wer lieber auf zwei Rädern unterwegs war, sah sich mit unterschiedlichen Preisentwicklungen für die Anschaffung eines Zweirads konfrontiert: Während E-Bikes oder Pedelecs im Januar 2025 etwas günstiger waren als ein Jahr zuvor (-0,4 Prozent), zogen die Preise für Fahrräder um 2,6 Prozent binnen Jahresfrist an. Krafträder (ohne E-Bikes oder Pedelecs) verteuerten sich ebenso um 2,6 Prozent. Für Zubehör für Fahrräder - dazu zählen beispielsweise Fahrradschloss oder Tachometer - musste hingegen nur wenig mehr bezahlt werden als im Januar 2024 (+0,3 Prozent).

Die Personenbeförderung im Schienenverkehr war im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,0 Prozent teurer, darunter eine Bahnfahrt im Nahverkehr um 7,6 Prozent und eine Bahnfahrt im Fernverkehr um 5,5 Prozent. Die Preise für kombinierte Tickets für Bahn, Bus und Ähnliches stiegen binnen Jahresfrist um 11,6 Prozent. Sowohl beim Nahverkehr als auch bei den kombinierten Tickets sind hier die Preissteigerungen zum Teil der Erhöhung des Preises für das Deutschlandticket zuzurechnen. Die Personenbeförderung im Straßenverkehr (Taxifahrten und Fernbusse) verteuerte sich um 2,2 Prozent. Inlandsflüge waren im um 4,9 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

Im mittelfristigen Vergleich zeigen sich bei der Mobilität mit Auto, Fahrrad, Bus und Bahn unterschiedliche Preisentwicklungen: Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Auto, die der Kraftfahrer-Preisindex zusammenfasst, lagen im Jahr 2024 um 28,3 Prozent höher als im Jahr 2020, so das Bundesamt. Der Preisanstieg fiel somit überdurchschnittlich groß aus: Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 19,3 Prozent.

Einzelne Bestandteile des Kraftfahrer-Preisindex wurden deutlich teurer, wie Kraftfahrzeugversicherungen (+43,6 Prozent) und Kraftstoffe (+41,1 Prozent), darunter Autogas um 75,3 Prozent, Dieselkraftstoff um 47,5 Prozent und Superbenzin um 38,7 Prozent. Die Preise für Kraftstoffe erreichten dabei im Jahr der Energiekrise 2022 ihren Höchststand und sanken seitdem leicht.

Auch die Preise für Gebrauchtwagen (+38,9 Prozent), Fahrschule und Führerscheingebühr (+38,2 Prozent), Reparatur, Inspektion, Parkgebühr und Ähnliches (+27,7 Prozent), Ersatzteile, Zubehör und Pflegemittel (+23,7 Prozent) sowie Neuwagen einschließlich Wohnmobile (+21,0 Prozent) nahmen von 2020 bis 2024 deutlich zu. Mieten für Garage und Stellplatz (+5,4 Prozent) und die Kraftfahrzeugsteuer (+2,1 Prozent) stiegen hingegen im selben Zeitraum deutlich weniger.

Fahrräder, einschließlich E-Bikes und Pedelecs, verteuerten sich im selben Zeitraum ebenfalls unterdurchschnittlich (+11,9 Prozent). Ein differenziertes Bild zeigt sich im Bus- und Bahnverkehr: Die Preise für Bahnfahrten im Nahverkehr erhöhten sich zwischen 2020 und 2024 um 11,9 Prozent. Dagegen sanken die Preise für kombinierte Personenbeförderungsleistungen (-17,4 Prozent) - insbesondere durch die Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023. Bahnfahrten im Fernverkehr wurden seit 2020 um 5,1 Prozent günstiger.

Wirtschaft / Deutschland / Straßenverkehr / Zugverkehr
14.02.2025 · 08:46 Uhr
[0 Kommentare]
Iran-Krieg - Iran
Washington/Teheran/Tel Aviv (dpa) - Im Iran-Krieg laufen Bemühungen zu einer Beendigung des Konflikts auf dem Verhandlungsweg. Die USA und der Iran stehen pakistanischen Sicherheitskreisen zufolge über ein mögliches Kriegsende in Kontakt. In dieser Woche seien zwischen beiden Konfliktparteien bereits zweimal Vorschläge übermittelt worden, hieß es. Auch […] (04)
vor 7 Minuten
Feinsteinzeug zählt zu den beliebtesten Materialien im modernen Wohnbau und in der Innenarchitektur. Es handelt sich um ein keramisches Produkt, das bei sehr hohen Temperaturen gebrannt wird. Das Ergebnis ist ein extrem dichtes, widerstandsfähiges und langlebiges Material. Seine geringe Porosität macht Feinsteinzeug unempfindlich gegenüber Wasser, […] (00)
vor 2 Stunden
OpenAI stellt Video-KI Sora überraschend ein
Im vergangenen September hatte OpenAI mit Sora seine zweite offizielle iPhone-App veröffentlicht. Nun wurde die ehemals gefeierte Video-KI völlig überraschend eingestellt. Die sofortige Abschaltung betrifft dabei nicht nur Nutzer der iOS-App, sondern alle Plattformen. iPhone im Business, Quelle: Unsplash Warum Sora eingestellt wurde Der Start […] (00)
vor 2 Stunden
Epic Games entlässt über 1.000 Mitarbeiter – Fortnite-Abschwung und Branchenkrise als Auslöser
Epic Games hat in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt – mit Fortnite-Rekorden, Unreal-Engine-Meilensteinen und milliardenschweren Investitionen. Nun sorgt das Unternehmen aus einem anderen Grund für Aufmerksamkeit: Über 1.000 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Unternehmenschef Tim Sweeney hat sich persönlich zu den Hintergründen […] (00)
vor 49 Minuten
«Glücksrad», «Dinge gibts», «Genial daneben»-Comeback im Sommer?
Auf Quotenmeter-Anfrage bestätigte RTLZWEI, eine Showstrecke im Sommer zu planen. Welche Marken darunter fallen, wurde noch nicht gesagt, allerdings wurden bestimmte Titel zumindest nicht explizit ausgeschlossen. Kürzlich sagte der neue RTLZWEI-Chef Thorsten Braun in einem DWDL-Interview: "Früher war RTLZWEI mal als TV-Sender für die 14- bis 29-Jährigen positioniert. Das funktioniert heute […] (00)
vor 3 Stunden
Kai Havertz und Antonio Rüdiger
Herzogenaurach (dpa) - Noch bevor Kai Havertz auf dem DFB-Podium warmherzig über seine ziemlich ungewöhnliche Esel-Liebe sprach, plauderte er angeregt mit seinem Kollegen Antonio Rüdiger. Die heimische Tierwelt dürfte dabei kaum das Thema gewesen sein. Die beiden so grundverschiedenen Stellvertreter von DFB-Kapitän Joshua Kimmich radelten vor dem […] (00)
vor 38 Minuten
bitcoin, gold, coin, icon, symbol, logo, bitcoin gold, bitcoin logo, currency, cryptocurrency
Das von Tom Lee geleitete Unternehmen BitMine hat die Einführung der Made in America Validator Network (MAVAN) Plattform bekannt gegeben. Diese soll als institutionelle Staking-Ressource für Ethereum (ETH) dienen. Die Ankündigung folgt auf den jüngsten Ethereum-Kauf des Unternehmens, der die Gesamtbestände auf über 4.660.000 Token erhöht hat. […] (00)
vor 33 Minuten
Was mir in der Berufsorientierung fehlte – und warum viele Jugendliche heute dasselbe erleben
Wuppertal, 25.03.2026 (PresseBox) - Vielleicht kennt ihr das ja noch von früher: dieses Gefühl, mit 16 irgendwie alles und gleichzeitig gar nichts zu wissen. Man hat Interessen, klar. Man hat Stärken, irgendwo. Aber wenn es um die Frage geht „Was willst du später mal machen?“, steht man da wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Orientierungslos, überfordert, […] (00)
vor 1 Stunde
 
Carsten Schneider am 25.03.2026
Berlin - Das vom Bundeskabinett am Mittwoch auf den Weg gebrachte Klimaschutzprogramm […] (01)
Cannabis-Anbau
Berlin (dpa) - Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, zieht knapp […] (02)
Einkaufswagen vor einem Supermarkt (Archiv)
Berlin - Ökonomen stehen der Erwägung der Bundesregierung, die Mehrwertsteuer zu […] (00)
Demonstration gegen sexualisierte digitale Gewalt
Berlin (dpa) - Ausgelöst von der aktuellen Debatte zu sexualisierter digitaler […] (00)
Charlie Puth mit seinem Baby / © Instagram
(BANG) - Charlie Puth ist zum ersten Mal Vater geworden. Der Sänger und seine Frau […] (01)
Trainer aufgepasst: Pokémon Champions landet im April auf der Switch
The Pokémon Company International hat heute angekündigt, dass Pokémon Champions ab […] (00)
Apple arbeitet offenbar an neuem Smart Home Sensor
Laut einem aktuellen Bericht des Bloomberg-Reporters Mark Gurman befindet sich bei […] (00)
Orlopp attackiert UniCredit: „Bis heute tappen wir im Dunkeln, was sie eigentlich wollen"
Eine CEO, die nicht wartet – sie greift an Bettina Orlopp hätte schweigen können. […] (00)
 
 
Suchbegriff