Preisanpassung beim Deutschlandticket: Einigung auf 63 Euro bringt Klarheit
Nach intensiven Verhandlungen wird das Deutschlandticket im Nahverkehr ab 2026 auf 63 Euro pro Monat angehoben. Der Preis war bereits Anfang des Jahres von 49 Euro auf 58 Euro gestiegen. Seit der Einführung im Mai 2023 nutzen etwa 14 Millionen Deutsche das Angebot.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, der die Sonderkonferenz der Verkehrsminister in München leitete, verkündete, dass Bund und Länder bis 2030 jeweils 1,5 Milliarden Euro zusichern. Ein zukünftig festgelegter Index soll ab 2027 Preisanpassungen automatisch regeln und die politischen Verhandlungen minimieren. Energiekosten und Lohnentwicklungen fließen darin ein, um extreme Preissprünge zu vermeiden.
Stefan Schnorr vom Bundesverkehrsministerium sieht den Kompromiss im Einklang mit dem Koalitionsvertrag. Obwohl Finanzstreitigkeiten die Gespräche geprägt haben, bietet die Einigung Planungssicherheit. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer kritisiert jedoch das Abweichen von der ursprünglichen Preisstabilitätszusage.
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen warnt vor einer drohenden Finanzierungslücke und fordert verstärkte Werbung und Vereinfachungen im Tarifwesen. Gleichzeitig äußert die Allianz Pro Schiene Bedenken, dass die Preiserhöhung zur Stagnation der Abozahlen führen könnte.

