Pragmata: Der General Director hinter Capcoms neuem Spiel hat die Resident Evil Remakes mitgeprägt
Capcom hat ein echtes Händchen dafür, die richtigen Leute an den richtigen Stellen einzusetzen – und bei Pragmata scheint das keine Ausnahme zu sein. Kurz vor dem Launch des lang ersehnten Science-Fiction-Abenteuers hat der Publisher in einer japanischen Videoreihe eine Schlüsselperson hinter dem Projekt ans Licht gebracht, deren Name bei Fans der jüngeren Capcom-Geschichte sofort Aufmerksamkeit erregen dürfte. Wer dahintersteckt und was das für das Spiel bedeutet, lässt sich kaum besser beschreiben als mit einem Blick auf sein bisheriges Schaffen.
Ein Name, der für sich spricht
In einer neuen Folge der japanischen YouTube-Reihe PLAY!PLAY!PLAY! wurden die Abspanninformationen aus Pragmatas Eröffnungssequenz sichtbar – und damit die Bestätigung, dass Yasuhiro Anpo als General Director des Spiels fungiert. Anpo ist innerhalb von Capcom alles andere als ein unbeschriebenes Blatt: Er begleitet das Unternehmen seit 1996, begann als Softwareentwickler an den ersten beiden Resident Evil-Teilen und arbeitete sich über die Jahre in immer verantwortungsvollere Positionen vor. Als Produktionsdirektor bei Resident Evil 5 sammelte er umfangreiche Erfahrung in der Steuerung großer Entwicklungsteams. Den wohl größten Abdruck hinterließ er jedoch als Ko-Director beim gefeierten Resident Evil 2 Remake aus dem Jahr 2019 und beim ebenso hochgelobten Resident Evil 4 Remake von 2023 – zwei Titel, die nicht nur kommerziell herausragend abschnitten, sondern auch das Kunststück vollbrachten, langjährige Fans und eine völlig neue Spielerschaft gleichzeitig zu begeistern. Dass jemand mit dieser Vita nun als übergeordnete kreative Instanz hinter Pragmata steht, ist eine Aussage über den Anspruch, den Capcom an diesen Titel stellt.
Das Spiel hinter dem Hype
Pragmata selbst ist ein Projekt, das schon seit seiner ersten Ankündigung eine ungewöhnliche Anziehungskraft entfaltet. Der Schauplatz – ein künstlich erzeugtes New York, das von einer KI generiert wurde und bewusst leicht aus den Fugen geraten wirkt – ist dabei weit mehr als nur eine ästhetische Entscheidung. Regisseur Yonghee Cho und Produzent Naoto Oyama haben in vergangenen Gesprächen erklärt, wie viel menschliche Handarbeit nötig war, um diesen KI-generierten Schein überzeugend zu erzeugen. Taxis, die im Boden versinken, Busse, die aus Wänden wachsen – kleine, bewusst platzierte Ungereimtheiten, die die Fremdartigkeit dieser Welt greifbar machen sollen, ohne dabei ablenkend zu wirken. Paradoxerweise haben menschliche Entwickler jede einzelne dieser scheinbaren Fehlfunktionen mit Sorgfalt eingefügt, um den Eindruck algorithmischer Unkontrolliertheit zu erzeugen. Die Demo des Spiels, die auf allen Plattformen kostenlos verfügbar ist, wurde bereits zwei Millionen Mal heruntergeladen – ein deutliches Zeichen, dass das Interesse weit über reinen Hype hinausgeht.
Kurz vor dem Ziel
Pragmata erscheint für PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S und Nintendo Switch 2. Capcom hat bereits bestätigt, dass das Spiel den sogenannten Gold-Status erreicht hat – es also vollständig fertiggestellt ist und pünktlich in den Handel kommt. Die aktuelle Folge von PLAY!PLAY!PLAY! widmet sich den frühen Spielabschnitten, während eine zweite Folge, die noch in dieser Woche erscheinen soll, tiefer ins Spielgeschehen einführt und Moderatorin Hatsune Matsushima gegen einige der Bosskämpfe antreten lässt. Wer also noch unentschlossen ist, ob Pragmata etwas für ihn ist, bekommt in Kürze einen weiteren, ausführlicheren Einblick.


