Postbank-Filialschließungen: Umstrukturierung führt zu Stellenabbau
Die Schließung von Postbank-Filialen wird nach einem aktuellen Bericht rund 1000 Arbeitsplätze kosten. In einem kürzlich geschlossenen Interessenausgleich haben sich Management und Betriebsrat auf diese Maßnahme geeinigt, wie das 'Handelsblatt' berichtet. Ein Sprecher der Deutschen Bank, der Muttergesellschaft der Postbank, betonte jedoch, dass diese Maßnahme im Rahmen der bereits bekannten Personalabbau-Zahlen zu verstehen sei.
Bereits im Februar hatte die Deutsche Bank bekannt gegeben, bis 2026 etwa 3500 Stellen abzubauen. Die Maßnahmen umfassen neben Einsparungen bei IT und Infrastruktur auch eine Reduzierung des Filialnetzes der Postbank. Konkret soll die Anzahl der Filialen von derzeit 550 auf 320 reduziert werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind jedoch nach einer Vereinbarung mit der Gewerkschaft Verdi bis Ende 2027 ausgeschlossen. Kundenberater sollen in anderen Niederlassungen oder Beratungscentern untergebracht werden, wodurch die Kundenbetreuung weiterhin gesichert bleiben soll.
Die Deutsche Bank wird die Beratungscenter der Postbank an neun Standorten in Deutschland ergänzen. Diese Standorte umfassen Hamburg, Berlin, Essen, Schkeuditz, Wuppertal, Mainz, Mannheim, Nürnberg und München. Zusätzlich sollen zwei neue Beratungscenter in Hannover und Bonn entstehen. Ziel ist es, die neue Struktur bis 2025 vollständig zu etablieren und den Kunden weitere Serviceoptionen zu bieten.
Durch die Erweiterung der Beratungscenter sollen Privatkunden künftig auch außerhalb der üblichen Filialöffnungszeiten und an Samstagen finanziellen Rat per Telefon oder Videoschalte erhalten können. (Eulerpool News)

