Positive Signale im Zollstreit: EU und USA auf Verhandlungskurs
Die europäisch-amerikanischen Beziehungen in Handelsfragen erleben eine sensible Phase, doch es gibt Anzeichen für Fortschritte. Nach einem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer in Paris äußerte sich der EU-Handelskommissar Maros Sefcovic optimistisch. Er hob hervor, dass die Verhandlungen mit "Tempo in die richtige Richtung" gehen und stellte eine konstruktive und produktive Diskussion in den Vordergrund.
Diese erfreuliche Einschätzung kommt zu einer Zeit, in der die diplomatischen Töne zwischen den EU und den USA zuletzt rauer wurden. Die Verdopplung der Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium durch die USA, initiiert von Präsident Donald Trump, trug zur Spannung bei. Seit der Inkraftsetzung der Maßnahme sind Einfuhren in die USA nun mit einem dramatisch erhöhten Zollsatz von 50 Prozent belastet, was im Vergleich zu vorherigen 25 Prozent eine markante Verschärfung darstellt. Diese Entwicklung sorgt verständlicherweise auf beiden Seiten des Atlantiks für Diskussionen.
Sefcovic brachte Greer gegenüber zum Ausdruck, dass die Entscheidung zur Erhöhung der Zölle auf Unverständnis stößt und für die laufenden Verhandlungen nicht förderlich ist. Die Überraschung in Europa war groß, nicht zuletzt weil hochspezialisierter Stahl aus der EU für die amerikanische Industrie unverzichtbar ist.
Der EU-Kommissar betonte ebenso die Notwendigkeit einer transatlantischen Kooperation angesichts globaler Überkapazitäten, von denen sowohl Europa als auch die USA betroffen sind.

