Porsche widersteht kurzfristigen Produktionsplänen in den USA
Der deutsche Sportwagenhersteller Porsche sieht derzeit keine Veranlassung, eine eigene Produktion in den USA aufzunehmen. Trotz der Belastungen durch erhöhte Exportzölle äußerte sich Nordamerika-Chef Timo Resch im Gespräch mit dem "Handelsblatt" zufrieden mit der aktuellen Produktionslage. "Unmittelbare oder konkrete Pläne für eine lokale Fertigung gibt es nicht", so Resch.
Auch alternative Ansätze, wie die Produktion in einer bestehenden Fertigungsstätte einer VW-Marke oder die Endmontage von Fahrzeugteilen in den USA, sieht Porsche als nicht notwendig an. Die spezifischen Produktionsmengen bei Porsche sind gemäß Resch deutlich geringer als bei anderen Marken wie Audi, was eine amerikanische Fertigung aktuell unwirtschaftlich erscheinen lässt.
Der Hintergrund dieser Thematik liegt in den durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump erhöhten Importzöllen, die für deutsche Autobauer wie Porsche erhebliche Kosten verursachen. Auch wenn die Zölle rückwirkend auf 15 Prozent gesenkt werden sollen, bleibt der finanzielle Druck erheblich.
Zwar wollte Resch keine konkreten Zahlen nennen, betonte aber die signifikante finanzielle Belastung. Marktanalysten erwarten dennoch auf lange Sicht eine mögliche Verlagerung der Produktion deutscher Autohersteller in die USA, um den Herausforderungen der Zollpolitik zu begegnen.

